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islamisches Hadith mit Buchstaben A anfangen
#1
Muhammed-1 

islamisches Hadith mit Buchstaben A anfangen

4 A
4.1 Abdullāh ibn Mas’ūd (ra)
Masrūq (ra) berichtete: Abdullāh (ibn Mas’ūd) (ra) sagte:
„Ich schwöre bei Allah, außer Dem kein anderer Gott da ist, dass es keine Sure gibt, die von dem Buche Allahs herabgesandt wurde, ohne dass ich am besten wusste, wo sie herabgesandt worden ist. Und es gibt keine Āya (Qur’ān-Vers) von dem Buche Allahs, die herabgesandt wurde, ohne dass ich am besten wusste, zu welchem Anlass diese herabgesandt worden ist. Und wenn ich wüsste, dass es einen Menschen gäbe, der das Buch Allahs besser als ich ken-nen würde, und er wäre durch eine Kamelreise erreichbar, so wäre ich zu ihm geritten!“ (Bu)
Masrūq (ra) berichtete:
Abdullāh ibn Amr erwähnte einmal den Namen von Abdullāh ibn Mas’ūd und fügte hinzu: Ich höre nicht auf, ihn zu lieben; denn ich hörte den Prophe-ten (sas) sagen:
„Nehmet den Qur’ān von vier (Männern): Abdullāh ibn Mas’ūd, Sālim, Mu’ādh und Ubayy ibn Ka’b!“ (Bu)
Schaqīq ibn Salama (ra) berichtete:
Abdullāh ibn Mas’ūd hielt uns einmal eine Rede, in der er sagte:
„Bei Allah, ich vernahm aus dem Munde des Gesandten Allahs (sas) mehr als siebzig Suren, und ich schwöre bei Allah, dass die Gefährten des Propheten (sas) bereits wissen, dass ich zwar zu denjenigen unter ihnen gehöre, die das meiste Wissen über das Buch Allahs besitzen, nicht aber der beste von ihnen bin!“
Anschließend begab ich mich zu den verschiedenen Gesprächskreisen, um die Reaktion darüber zu hören, und ich habe keine Äußerung gehört, die eine sol-che widerlegte. (Bu)
4.2 Abendessen
Āischa (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Wenn das Abendessen mit der Fälligkeit des Gebets bereit steht, so fanget ihr mit dem Essen an.“ (Bu)
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Anas (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wenn das Abendessen bereit steht, so fangt mit dem Essen vor dem Abend-gebet an und seid nicht hastig beim Essen.“ (Bu, Mu)
Ibn Umar (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wenn bei einem von euch das Abendessen bereit steht und gleichzeitig zur Verrichtung des Gebetes gerufen wird, so fanget ihr mit dem Essen an und be-eilt euch nicht, bis dies (das Essen) zu Ende ist.“
Bei Ibn Umar wurde das Essen hingestellt, und es traf gerade zu, dass mit der Verrichtung des Gebetes begonnen wurde, und er ging erst zum Gebet, als er mit seinem Essen fertig war, obwohl er dabei die Stimme des Imām mit der Qur’ān-Rezitation hörte. (Bu)
4.3 Abendgebet
Anas ibn Mālik (ra) sagte:
„Wenn der Gebetsrufer aufhörte, standen einige Gefährten des Propheten (sas) im Gebet und bevorzugten dabei die Nähe der Tragpfeiler als Schutzstel-le. Sie hielten sich solange bei der Verrichtung der zwei Rak’a vor dem Abend-gebet auf, bis der Prophet (sas) herauskam. Zu diesem Zeitpunkt war zwi-schen dem Gebetsruf und der Iqāma eine nicht allzu lange Zeit.“ (Bu)
Salama (ra) berichtete:
„Wir verrichteten das Abendgebet mit dem Propheten (sas) wenn die Sonne hinter ihrem Versteck verschwand.“ (Bu)
4.4 Aberglaube
Abdullāh (ra) sagte:
„Keiner von euch soll für Satan einen Anteil seines Gebets machen, indem er glaubt, es sei ihm Pflicht, seine Gebetsstelle nur von der rechten Seite zu ver-lassen; denn ich habe oft den Propheten (sas) gesehen, dass er seine Gebets-stelle von der linken Seite verließ.“ (Bu)
Ibn Abbās (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Von meiner Gemeinde gehen 70.000 (siebzigtausend) ohne Rechenschaft ins Paradies. Sie sind diejenigen, die weder die Zauberer aufsuchen noch aber-gläubisch sind und auf Allah vertrauen.“ (Mu)
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4.5 Abfall vom Islam (Apostasie)
Abdullāh (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Das Blut eines Muslims, der bezeugt hat, dass kein Gott da ist außer Allah (lā ilāha illa-llāh) darf nicht vergossen werden, außer in einem der drei Fälle: Im Fall der Wiedervergeltung für Mord, im Fall der Unzucht durch einen Verhei-rateten, und wenn derjenige von seinem Glauben abfällt und seine Bindung zur Gemeinschaft (der Muslime) löst.“ (Bu)
Ikrima (ra) berichtete,
dass Alī (ra) einige Leute verbrannte. Als Ibn Abbās davon erfuhr, sagte er:
An seiner Stelle hätte ich sie nicht verbrannt; denn der Prophet (sas) sagte: „Vollzieht keine Strafe, mit der Allah Selbst bestraft.“
Und ich hätte sie hingerichtet, wie der Prophet (sas) sagte:
„Wer seine Religion ändert, den sollt ihr töten!“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete:
Als der Gesandte Allahs (sas) starb, und Abū Bakr (zu seinem Nachfolger) wurde, und es geschah, dass einige unter den Arabern durch den Abfall vom Islam ungläubig wurden, sagte Umar zu Abū Bakr: „Wie kannst du gegen Menschen kämpfen, wo doch der Prophet (sas) sagte: „Mir wurde der Befehl erteilt, dass ich die Menschen solange bekämpfe, bis sie die Worte sprechen: lā ilāha illa-llāh (kein Gott ist da außer Allah). Wer dies ausspricht, der nimmt sein Vermögen und sich selbst in Schutz vor mir - es sei denn, es läge ein Ver-stoß gegen das Recht vor - und die Abrechnung mit ihm ist Allah überlas-sen!““
Abū Bakr erwiderte: „Bei Allah, ich werde jeden bekämpfen, der einen Unter-schied zwischen Gebet und Zakāh macht; denn die Zakāh ist das Recht (der Armen) auf Güter. Bei Allah, wenn sie die Abgabe einer kleinen Ziege verwei-gern würden, welche sie an den Gesandten Allahs (sas) geleistet haben, so werde ich gegen sie wegen dieser Weigerung kämpfen.“
Umar sagte: „Ich schwöre dann bei Allah, dass Allah das Herz des Abū Bakr (mit der richtigen Entscheidung) erleuchte, und dadurch habe ich es erkannt, dass dies das Wahre ist.“ (Bu)
Abū Mūsa (ra) berichtete:
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Ein Mann trat zum Islam über, und danach trat er zum Judentum über. Da kam Mu’ādh ibn Dschabal - während sich dieser bei mir aufhielt - und sagte: „Was ist mit diesem?“
Ich sagte: „Er trat zum Islam über, und danach trat er zum Judentum über.“
Mu’ādh sagte: „Ich werde mich nicht hinsetzen, bis ich ihn umgebracht habe; dies ist das Rechtsurteil des Gesandten Allahs (sas).“ (Bu)
Abū Dharr (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wer sich von der Gemeinschaft (der Muslime) um eine Handspanne entfernt, der hat in der Tat den Bund des Islam von seinem Nacken abgeworfen.“ (Ha)
Ibn Mas’ūd (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Das Blut eines Muslims (zu vergießen) ist nicht erlaubt, außer in einem dieser drei (Fälle): (im Fall) des verheirateten Ehebrechers, (im Fall von) Leben um Leben, und (im Fall) desjenigen, der seinen Glauben verlässt und sich von der Gemeinschaft trennt.“ (Bu, Mu)
4.6 Abgeschiedenheit
Abū Sa’īd al-Khudrī (ra) berichtete:
Ein Wüstenaraber kam zum Propheten (sas) und sagte:
„O Gesandter Allahs, welcher Mensch ist besser als die anderen?“
Der Prophet sagte: „Der Mensch, der den Dschihād mit seinem Leben und sei-nem Vermögen unternimmt; und ein Mensch, der in einer von den Menschen entfernten Gegend lebt, um dort seinen Herrn anzubeten und die anderen Mitmenschen vor seinen üblen Taten zu verschonen.“ (Bu)
4.7 Ablehnung
Dschābir (ra) berichtete:
„Der Prophet (sas) wurde niemals um etwas gebeten, und er sagte „nein“!“ (Bu, Mu)
4.8 Abmachung
Abdullāh ibn Amr (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Wer immer die folgenden vier Eigenschaften besitzt, ist ein reiner Heuchler, und wer nur eine der vier Eigenschaften hat, besitzt so lange eine heuchleri-
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sche Eigenschaft, bis er diese aufgibt: Wenn man ihm etwas anvertraut, ver-hält er sich untreu; wenn er spricht, lügt er; wenn er eine vertragliche Abma-chung schließt, erfüllt er sie nicht; und wenn er mit jemandem streitet, be-nimmt er sich unverschämt.“ (Bu)
Alī (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Die Gläubigen sind alle gleich, und sie halten zusammen gegen jeden Außen-stehenden (Nicht-Muslim); und der Schutzvertrag, den der geringste unter ih-nen abgeschlossen hat, ist für alle verbindlich. Wahrlich, kein Gläubiger wird für die Tötung eines Ungläubigen getötet, und auch keiner, der eine Abma-chung getroffen hat, solange er sich an die Abmachung hält.“ (Ha, Na)
4.9 Abneigung
Āischa (ra) berichtete, dass sie den Propheten (sas) folgendes sagen hörte:
„Die Seelen sind Soldaten im Einsatz. Die gleichartigen unter ihnen ziehen sich an, und die verschiedenartigen gehen auseinander.“ (Bu)
4.10 Abraham (a.s.)
Abdullāh ibn Zaid (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Wahrlich, Ibrāhīm erklärte Mekka für ein Schutzgebiet und sprach dafür ein Bittgebet; und ich erkläre Medīna genauso für ein Schutzgebiet, wie Ibrāhīm Mekka für ein Schutzgebiet erklärt hat. Ich sprach für Medīna ein Bittgebet um Segen, wie Ibrāhīm um Segen für Mekka erbeten hatte.“ (Bu)
Ibn Umar (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Der Edle, Sohn des Edlen, Sohn des Edlen, Sohn des Edlen, ist Yūsuf, Sohn des Jakob, Sohn des Isaak, Sohn des Abraham (as).“ (Bu)
4.11 Abschiedspilgerfahrt (Haddschatu-l-wadā)
Dscharīr (ra) berichtete: Der Prophet (sas) sagte zu mir während der Abschiedspil-gerfahrt (Haddschatu-l-wadā):
Lass die Menschen (diese meine folgenden Wörter) aufmerksam hören: „Keh-ret nicht nach mir in den Unglauben zurück, indem die einen von euch die Nacken der anderen abschlagen!“ (Bu)
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Yahyā ibn Husain (ra) berichtete über seine Großmutter Umm al-Husain (ra), dass sie folgendes sagte:
Ich vollzog mit dem Gesandten Allahs (sas) die Abschiedspilgerfahrt. Der Ge-sandte Allahs (sas) hielt eine lange Rede, in der er unter anderem sagte:
„Wenn ein hässlich aussehender Sklave - ich dachte, er sagte auch: dunkelhäu-tiger - zu eurem Oberhaupt bestimmt wird und euch gemäß dem Buche Al-lahs führt, dann folgt ihm und leistet ihm Gehorsam.“ (Mu, Na)
4.12 Abschreckung
Abū Mas’ūd al-Ansārī (ra) berichtete: Ein Mann sagte:
„O Gesandter Allahs, ich kann kaum das Gebet hinter dem Mann Soundso aushaken, weil er das Gebet übermäßig in die Länge zieht.“
Niemals erlebte ich, dass der Prophet (sas) in einer Anweisung so verärgert war, wie an jenem Tag; denn er sagte:
„O ihr Menschen, ihr seid abschreckend. Wer die Menschen im Gebet leitet, der soll es in erträglicher Weise tun; denn unter diesen befindet sich der Kran-ke, der Schwache und derjenige, der einiges zu erledigen hat.“ (Bu)
Abū Mas’ūd (ra) berichtete: Ein Mann sagte:
„Ich schwöre bei Allah, o Gesandter Allahs, dass ich deshalb nicht zum Mor-gengebet komme, wegen dem Soundso, der das Gebet in die Länge zieht, wenn er es für uns leitet.“
Ich habe den Gesandten Allahs (sas) niemals bei der Erteilung einer Anwei-sung so verärgert gesehen, wie an jenem Tag; denn er sagte anschließend:
„Unter euch gibt es solche, die (die Menschen) abschrecken! Wer von euch die Menschen im Gebet leitet, der soll es kürzer fassen; denn unter ihnen befinden sich Schwache, Kranke und andere, die einige Besorgungen erledigen wollen.“ (Bu)
Anas (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Macht es leicht und erschwert nicht; bringt frohe Kunde und schreckt nicht ab.“ (Bu)
4.13 Abstammung
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
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„Bei einer Heirat wird die Frau gewöhnlich wegen viererlei Gründe begehrt sein: Wegen ihres Vermögens, ihrer Abstammung, ihrer Schönheit und ihrer Frömmigkeit. Nehmet also einen glücklichen Ausgang mit der Frau, die fromm ist, damit deine Hände zu einem beachtlichen Gewinn gelangen.“ (Bu)
4.14 Abtrünnige
Ibn Abbās (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Wer von seinem Āmir (Führer) etwas erlebt, das ihm zuwider ist, soll sich gedulden; denn wer sich von der Führungsmacht um eine Handbreite distan-ziert (und stirbt), der stirbt im Zustand des Brauchtums der Dschāhiliyya!“ (Bu)
Dschābir ibn Abdullāh (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) folgendes zu Ka’b ibn Ughra (ra) sagte:
„Allah möge dich vor der Herrschaft der Toren schützen!“
Ka’b sagte: „Was ist die Herrschaft der Toren?“
Der Prophet sagte: „Leute, die nach mir kommen und weder meine Leitung noch meine Sunna befolgen. Und diejenigen, die Lügen dieser Leute glauben und ihnen bei der Ausübung ihrer Ungerechtigkeit helfen, gehören nicht zu mir, noch gehöre ich zu ihnen, und sie werden auch nicht meinen Haud errei-chen.“ (Ha, Na)
4.15 Abū Bakr (ra)
Amr ibn al-Ās (ra) berichtete:
Der Prophet (sas) entsandte mich mit dem Heer nach Dhāt as-Salāsil und gab mir den Oberbefehl über die Truppen. Ich kam zu ihm und sagte:
„Welchen Menschen liebst du am meisten?“
Er sagte: „Āischa!“
Ich sagte: „Wen unter den Männern?“
Er sagte: „Ihren Vater!“
Ich sagte: „Wen sonst?“
Er sagte: „Umar ibn al-Khattāb!“
Danach nannte er weitere Männer. (Bu)
Abū Bakr (ra) berichtete:
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Ich sagte zum Propheten (sas) als ich (mit ihm) in der Berghöhle war: „Wenn einer von ihnen unter seine Füße blicken würde, würde er uns sehen!“
Er erwiderte: „Was hältst du, o Abū Bakr, von zwei (Menschen), bei denen Al-lah ein Dritter ist?“ (Bu)
Abū Sa’īd al-Khudrī (ra) berichtete:
Der Gesandte Allahs (sas) hielt eine Rede, in der er sagte: „Wahrlich, Allah hat einem Seiner Diener die Wahl zwischen der Welt und dem, was sich bei Ihm befindet, gestellt, und dieser Diener entschied sich für das, was sich bei Allah befindet.“
Da weinte Abū Bakr, und wir staunten über sein Weinen, das deswegen aus-gelöst wurde, weil der Gesandte Allahs (sas) nur von einem Diener sprach, dem etwas zur Wahl gestellt wurde! Siehe, der Gesandte Allahs (sas) war es, dem die Wahl gestellt wurde, und siehe, Abū Bakr war derjenige unter uns, der es am meisten ahnte.
Der Gesandte Allahs (sas) fuhr fort: „Derjenige unter den Menschen, der mir treuen Einsatz mit seiner Person und mit seinem Vermögen leistete, war Abū Bakr. Wenn ich einen besten Freund außer Allah nehmen würde, würde ich Abū Bakr nehmen. Es handelt sich jedoch um die Brüderlichkeit und die Zu-neigung zueinander im Islam. In dieser Moschee soll es keine Tür mehr geben, die nicht zugemauert werden soll, mit Ausnahme der Tür von Abū Bakr.“ (Bu)
Anas ibn Mālik (ra) berichtete:
Der Prophet (sas) ging den Berg Uhud hinauf und in seiner Begleitung waren Abū Bakr, Umar und Uthmān. Da bebte der Berg unter ihnen und der Prophet schlug mit seinem Fuß darauf und sagte:
„Sei ruhig Uhud! Denn auf dir befindet sich niemand, außer einem Propheten, einem Wahrhaftigen (Siddīq) und zwei Märtyrern!“ (Bu)
Ibn Abbās (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Wenn ich einen besten Freund nehmen würde, würde ich Abū Bakr (ra) nehmen. Er ist vielmehr mein Bruder (im Islam) und mein Gefährte.“ (Bu)
Ibn Umar (ra) berichtete:
„Wenn wir zur Zeit des Propheten (sas) von der Vorzüglichkeit der Menschen sprachen, gaben wir den Vorrang Abū Bakr, dann Umar ibn al-Khattāb, dann Uthmān ibn Affān.“ (Bu)
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Muhammad ibn Dschubair ibn Mut’im (ra) berichtete von seinem Vater (ra), dass dieser sagte:
Eine Frau kam (mit einem Anliegen von ihr) zum Propheten (sas) und er ver-langte von ihr, dass sie noch mal kommen solle. Sie sagte zu ihm: „Was mache ich, wenn ich komme und dich nicht mehr finde?“
Sie sprach so, als ob sie den Tod meinte!
Er (sas) sagte zu ihr: „Wenn du mich nicht findest, dann gehe zu Abū Bakr!“ (Bu)
4.16 Abū Lahab
Ibn Abbās (ra) berichtete:
Abū Lahab, Allahs Fluch auf ihm, sagte zum Propheten (sas): „Du sollst zu-grunde gehen für den ganzen Tag!“
Darauf wurde folgender Qur’ān-Vers offenbart: „Zugrunde gehen sollen die Hände Abū Lahabs. Und (auch er selbst) soll zugrunde gehen...“ (111:1 f.)“ (Bu)
4.17 Abū Talha (ra)
Abū Talha (ra) berichtete:
„Ich gehörte zu denjenigen, die vom Schlaf am Tage der Schlacht von Uhud so überwältigt wurden, dass das Schwert mehrmals aus meiner Hand herunter-fiel.1 Es fiel herunter, und ich nahm es wieder auf, und es fiel abermals herun-ter, und ich nahm es wieder auf.“ (Bu)
Anas (ra) berichtete:
Als sich manche Leute am Tage der Schlacht von Uhud vom Propheten (sas) entfernten, blieb Abū Talha mit seinem Schild standhaft als Schutzwall vor dem Propheten (sas). Er (Abū Talha) war ein guter und starker Bogenschütze, der an jenem Tag zwei oder drei Bogen (unter seiner Zugstärke) brach. Man-che Männer kamen gewöhnlich zum Propheten mit einem Pfeilbehälter, und er sagte zu ihnen: „Legt sie bereit für Abū Talha.“
Der Prophet (sas) beobachtete zwecks Aufsicht die Kämpfer und Abū Talha sagte zu ihm: „Mein Vater und meine Mutter mögen für dich zum Opfer fal-len! Halte die Aufsicht nicht, damit dich kein Pfeil des Feindes trifft. Mein Le-ben setze ich für dein Leben ein! An jenem Tag sah ich die hochgekrempelten Ärmel und die Fußringe von Āischa bint Abī Bakr und Umm Sulaim, während
1 Vgl. Qur’ān, 3:154.
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sie die Wasserschläuche aufstützten und diese in den Mund der Leute ausgos-sen, alsdann zurückkehrten, um diese nachzufüllen, alsdann noch mal zu kommen und diese wiederum in den Mund der Leute auszugießen! Es kam auch vor, dass das Schwert aus der Hand von Abū Talha entweder zwei- oder dreimal herunterfiel.“ (Bu)
4.18 Abū Tālib
Abbās ibn Abdu-l-Muttalib (ra) berichtete:
Ich sagte: „O Gesandter Allahs, ob du etwas Nützliches für Abū Tālib machen könntest? Denn er umgab dich mit seinem Schutz und reagierte zornig mit den anderen wegen dir!“
Der Prophet sagte: „Ja! Er ist in einer flachen Stelle im Höllenfeuer. Wäre es nicht wegen mir, so wäre er in der tiefsten Tiefe im Höllenfeuer.“ (Bu)
4.19 Abū Ubayda ibn al-Dscharrāh (ra)
Anas ibn Mālik (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Für jedes Volk gibt es Deinen Treuhänder und unser Treuhänder - für dich meine Umma - ist Abū Ubayda ibn al-Dscharrāh.“ (Bu)
4.20 Abwehren
Nu’mān ibn Baschīr (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Das Gleichnis eines Menschen, der die Gebote Allahs einhält und desjenigen, der diese missachtet, ist denjenigen gleich, die ihre Plätze auf einem Schiff durch das Los teilten: Einige von ihnen erhielten die oberen Plätze und die an-deren die unteren. Es geschah dann, dass diejenigen, die sich unten aufhielten, immer an den Leuten vorbeigehen mussten, die sich oben befanden, um Trinkwasser zu holen.
Da sagten diese: „Was haltet ihr davon, wenn wir ein Loch in unser Abteil bohrten und die Leute über uns nicht mehr belästigen?“
Wenn die Leute (oben) dies zulassen würden, was die anderen zu tun beab-sichtigen, so würden alle zusammen zugrunde gehen; und wenn sie sie mit der Tatkraft davon abhalten würden, so retteten sie sich selbst und alle ande-ren mit.“ (Bu)
4.21 Abwenden
Anas ibn Mālik (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
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„Schürt keinen gegenseitigen Hass unter euch. Seid einander nicht neidisch. Wendet euch nicht voneinander ab und seid Allahs Diener, brüderlich zuei-nander. Es ist dem Muslim nicht erlaubt, seinen Bruder länger als drei Tage zu meiden.“ (Bu)
Von Abū Huraira (ra): Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Beneidet einander nicht und überbietet einander (beim Handel) nicht, hasst einander nicht, wendet euch nicht voneinander ab, unterbietet einander (beim Kauf) nicht, sondern seid Diener Allahs, Brüder. Der Muslim ist Bruder des Muslims; er fügt ihm kein Unrecht zu und lässt ihn nicht im Stich, er belügt ihn nicht und verachtet ihn nicht. Die Gottesfurcht ist hier“ - und er zeigte dreimal auf seine Brust.
„Es genügt dem Menschen an Schlechtem, dass er seinen Bruder, den Muslim, verachtet. Alles am Muslim ist dem anderen Muslim heilig: sein Blut, sein Be-sitz und seine Ehre.“ (Mu)
4.22 Achselhaare
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Zur Fitra gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Scham-haare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-)Nägel und das Auszupfen der Achselhaare.“ (Bu)
4.23 Achtung
Ibn Abbās (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Zu uns gehört derjenige nicht, der sich nicht der Kleinen erbarmt, der nicht den Alten Achtung schenkt, nicht zum Guten auffordert und nicht das Übel verwehrt.“ (Ti)
4.24 Adam (a.s.)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Allah erschuf Adam in einer Körpergröße von sechzig Ellenlängen und sagte zu ihm: „Geh hin und grüße die anwesenden Engel mit dem Friedensgruß (Salām) und höre zu, wie sie dich begrüßen, und dies ist der Gruß deiner Nachkommen.“
Adam sagte: „As-Salāmu alaikum (Der Friede sei auf euch)!“ Sie erwiderten: „As-Salāmu alaika wa-rahmatu-llah (Auf dir sei der Friede und die Barmherzig-
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keit Allahs).“ Und sie haben für ihn die Worte „die Barmherzigkeit Allahs“ hin-zugefügt.
Es wird dann geschehen, dass jeder, der ins Paradies eingehen wird, die Ge-stalt von Adam einnimmt. Seit damals bis zur heutigen Zeit ist die Menschen-gestalt immer weniger geworden.“ (Bu)
4.25 Ad-Daddschāl (Falscher Messias)
Āischa (ra) berichtete:
„Ich hörte den Gesandten Allahs (sas), dass er seine Zuflucht (bei Allah) vor dem Daddschāl (dem falschen Messias) nahm.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„An den Eingängen von Medīna befinden sich Engel. Daher drängen weder die Pest noch der Daddschāl hinein.“ (Bu)
4.26 Aderlass
Anas ibn Mālik (ra) wurde folgende Frage gestellt:
„Habt ihr es verabscheut, einen Fastenden durch Aderlass zu behandeln?“
Er erwiderte: „Nein, mit Ausnahme, wenn eine Körperschwäche vorhanden war!“ (Bu)
Ibn Abbās (ra) berichtete:
„Der Prophet (sas) ließ sich durch Aderlass behandeln, während er sich im Ihrām-Zustand befand; und er ließ sich ebenfalls durch Aderlass behandeln, während er fastete.“ (Bu)
4.27 Adoption
Abū Dharr (ra) berichtete, dass er den Propheten (sas) folgendes sagen hörte:
„Es gibt keinen Menschen, der seine Zugehörigkeit zu einem anderen außer seinem Vater behauptet - und er handelt dabei wissentlich -, der nicht dadurch den Glauben an Allah abgelegt hat. Und wer seine Zugehörigkeit zu Leuten behauptet, mit denen er keine verwandtschaftliche Bindung gemeinsam hat, der soll seinen Platz im Höllenfeuer einnehmen.“ (Bu)
Wāthila ibn al-Asqa (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
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„Zu den großen Lügen gehört wahrlich, dass der Mensch seine Zugehörigkeit zu einem anderen außer seinem Vater behauptet, oder dass seine Augen etwas blicken, was sie nicht blicken dürfen, oder dass er über den Gesandten Allahs (sas) etwas berichtet, was er nicht gesagt hat.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Sprechet euch nicht los von euren Vätern; und wer sich dann von seinem Va-ter losspricht, der ist dem Unglauben verfallen.“ (Bu)
Sa’īd (ra) berichtete: Ich hörte den Propheten (sas) sagen:
„Demjenigen, der seine Zugehörigkeit zu einem anderen außer seinem eige-nen Vater zulässt, während er weiß, dass dieser nicht sein Vater ist, wird das Paradies verwehrt.“
Als ich dies Abū Bakra (ra) erwähnte, sagte er zu mir: „Ich (bestätige es) auch. Meine Ohren haben es gehört und mein Herz hat es aufgenommen vom Ge-sandten Allahs (sas)!“ (Bu)
4.28 Ahlu-d-Dhimma
Abdullāh ibn Amr (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Wer einen Menschen tötet, dessen Schutz unter vertraglicher Abmachung (mit den Muslimen) steht, wird (am Tage des Jüngsten Gerichts) nicht einmal den Duft des Paradieses einatmen dürfen; und sein Duft ist wahrlich aus einer Entfernung von einer vierzigjährigen Reise wahrzunehmen!“ (Bu)
4.29 Ähnlichkeit
Umm Salama (ra) berichtete: Umm Sulaim (ra) kam zum Gesandten Allahs (sas) und sagte:
„O Gesandter Allahs! Allah ist nicht schamhaft vor der Wahrheit! Ist die Frau zum Ghusl verpflichtet, wenn sie im Traum ihren geschlechtlichen Höhepunkt erlebt?“
Der Prophet (sas) sagte: „Wenn sie dabei das Flüssige findet!“
Da verhüllte sich Umm Salama, d.h. sie verdeckte ihr Gesicht, und sagte:
„O Gesandter Allahs, hat eine Frau wirklich eine solche Flüssigkeit, wenn sie ihren geschlechtlichen Höhepunkt erlebt?“
Der Prophet sagte: „Ja! Sei nicht unbeholfen. Wie kommt es dann, dass ihr Kind ihr ähnlich aussieht?“ (Bu)
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4.30 Āischa (ra)
Āischa (ra) berichtete,
dass der Gesandte Allahs (sas) - während er an seiner Krankheit litt, an der er auch später starb, oft folgende Frage stellte:
„Wo bin ich morgen? Wo bin ich morgen?“
Er meinte (und erwartete) damit seinen gemeinsamen Tag mit Āischa. Dies veranlasste seine anderen Frauen, es zuzubilligen, dass er dort bleiben möge, wo er es gern hätte. Da entschied er sich für die Wohnung von Āischa und blieb dort, bis er bei ihr starb.
Āischa selbst erzählte davon: „Er starb also an dem Tag, an dem er die Runde bei mir in meiner Wohnung machte. Allah nahm ihn dann in dem Augenblick zurück, als sein Kopf an meiner Brust unter meinem Kinn lag und sich sein Speichel mit dem meinigen (durch einen Kuss) vermischte.“ (Bu)
Āischa (ra) berichtete,
dass der Prophet (sas) seine Eheschließung mit ihr vornahm, als sie sechs Jahre alt war, und mit ihr die ehelichen Beziehungen erst unterhielt, als sie neun Jahre alt war, und dass die Ehe mit ihm insgesamt neun Jahre dauerte (bis er starb). (Bu)
Āischa (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte zu mir:
Ich habe dich im Traum gesehen. Der Engel brachte dich eingehüllt in einem Seidentuch und sagte zu mir: „Das ist deine Frau!“
Ich nahm das Tuch von deinem Gesicht ab und sah, dass du diese Frau bist. Da sagte ich zu mir: „Wenn dieses (Vorzeichen) von Allah ist, so wird Er es vollenden.“ (Bu)
Āischa (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte zu mir:
„Ich weiß doch genau, wann du mit mir zufrieden bist, und wann du mit mir unzufrieden bist!“
Ich erwiderte: „Und wie kannst du dies feststellen?“
Da entgegnete er: „Wenn du mit mir zufrieden bist, sagst du: „Nein, beim Herrn des Muhammad!“ Und wenn du über mich verärgert bist, sagst du: „Nein, beim Herrn des Ibrāhīm (Abraham).“
Ich sagte zu ihm: „Das stimmt! Bei Allah, o Gesandter Allahs, ich vermied da-bei nichts anderes als deinen Namen auszusprechen!“ (Bu)
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Ibn Abbās (ra) berichtete,
dass Umar eines Tages bei Hafsa eintrat und zu ihr sagte:
„Du darfst dich nicht von derjenigen betören lassen, die von der Liebe des Ge-sandten Allahs (sas) zu ihr wegen ihrer Schönheit stolz ist!“
- Und er meinte damit Āischa. Als sie (Hafsa) dies dem Gesandten Allahs (sas) erzählte, lächelte er. (Bu)
4.31 Al-Aqaba
Ubāda ibn as-Sāmit (ra), der an der Schlacht von Badr teilgenommen und zu den Gruppenführern (Naqīb) in der Nacht von Aqaba gehört hatte, berichtete:
Der Gesandte Allahs (sas) sagte vor einer Gruppe seiner Gefährten, die sich um ihn scharte: „Leistet mir den Treueschwur, dass ihr Allah weder etwas zur Seite stellt noch stiehlt noch Unzucht begeht noch eure Kinder tötet noch Schändlichkeiten durch eure Hände und zwischen euren Beinen begeht, und dass ihr euch mir gegenüber im guten Sinne nicht ungehorsam verhaltet. Wer von euch dies erfüllt, der hat seinen Lohn von Allah zu erwarten, und wer immer etwas davon begeht und dafür eine Strafe in dieser Welt erleidet, so gilt diese für ihn als Sühne. Begeht einer aber eine Tat davon und wird von Allah vor der Öffentlichkeit geschützt, so ist das Urteil bei Allah: wenn Er will, vergibt Er ihm; und wenn Er will, bestraft Er ihn.“
So haben wir aufgrund dessen den Treueschwur geleistet. (Bu)
4.32 Al-Baqara
Abū Mas’ūd (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Wer die letzten beiden Qur’ān-Verse aus Sure al-Baqara (Nr. 2) in einer Nacht rezitiert, dem werden diese genügend sein.“ (Bu)
4.33 Al-Ansār
Anas (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Die Ansār zu lieben, ist ein Zeichen des Glaubens, und die Ansār zu hassen ist ein Zeichen der Heuchelei.“ (Bu)
4.34 Al-Fātiha
Ubāda ibn as-Sāmit (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Es zählt kein Gebet für denjenigen, der die Eröffnende Sure (al-Fātiha) des Qur’ān nicht rezitiert hat.“ (Bu)
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4.35 al-Hasan und al-Husain
Abū Huraira (ra) berichtete:
Der Gesandte Allahs (sas) küsste (sein Enkelkind) Hasan ibn Alī in der Ge-genwart von Aqra ibn Habis at-Tamīmi, der dort saß.
Al-Aqra sagte: „Ich habe zehn Kinder, und nie habe ich eines von ihnen ge-küsst!“
Der Gesandte Allahs (sas) schaute ihn an und sagte: „Wer nicht barmherzig ist, der findet auch kein Erbarmen.“ (Bu)
Abū Nu’m (ra) berichtete:
Ich war zugegen bei Ibn Umar, als ein Mann ihn über (die Reinheit) des Blutes einer Mücke fragte.
Ibn Umar (ra) fragte ihn: „Woher kommst du?“
Der Mann erwiderte: „Ich gehöre zu den Bewohnern des Irak.“
Ibn Umar (ra) sagte zu den Anwesenden: „Schaut euch diesen Mann an, der über das Blut der Mücke fragt, während sie (die Bewohner des Irak) den Sohn (Enkel Husain) des Propheten (sas) ermordeten, und ich hörte den Propheten (sas) sagen: „Sie beide2 sind meine beiden Duftpflanzen aus dieser Welt!““ (Bu)
Usāma ibn Zaid (ra) berichtete:
Der Gesandte Allahs (sas) pflegte mich (als Kind) auf seinen Oberschenkel und Hasan ibn Alī auf den anderen Oberschenkel zu setzen, dann uns beide zu-sammenzudrücken und zu sagen:
„O Allah mein Gott, erbarme Dich beider; denn ich erbarme mich ihrer.“ (Bu)
4.36 Al-Khawāridsch
Yusair ibn Amr berichtete: Ich fragte Suhail ibn Hunaif:
„Hast du jemals von dem Propheten (sas) gehört, dass er über die Khawāridsch etwas äußerte?“
Er sagte: „Ich hörte ihn sagen, indem er zugleich mit seiner Hand in Richtung des Irak zeigte: „Von dort werden Leute sprießen, die zwar den Qur’ān lesen, ohne jedoch, dass seine Wirkung etwas über ihren Brustkorb hinaus erreichen
2 Es handelt sich um Hasan (ra) und Husain (ra), die beiden Enkelkinder des Propheten (sas) von sei-ner Tochter Fatima.
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wird; sie werden den Islam ruckartig verlassen, wie wenn ein Pfeil mit dem Bogen geschossen wird.““ (Bu)
4.37 Al-Hudaibiyya
Yazīd ibn Abū Ubaid (ra) berichtete: Ich fragte Salama (ra):
„Für was habt ihr dem Propheten (sas) am Tage der Hudaibiya den Treue Eid geleistet?“
Er sagte: „Für den Tod!“ (Bu)
4.38 Al-Kabāth
Dschābir ibn Abdullāh (ra) berichtete:
Wir waren zusammen mit dem Gesandten Allahs (sas) in Marri-z-Zahrān, um al-Kabāth zu ernten.
Er sagte zu uns: „Holt die dunklen davon; denn diese sind die besten.
(Einer fragte:) „Hast du jemals Schafe gehütet?“
Der Prophet antwortete: „Ja! Es gab keinen Propheten, der nicht diese gehütet hätte.“ (Bu)
4.39 Alkohol
Āischa (ra) berichtete:
„Als die letzten Verse der (2.) Sure al-Baqara offenbart wurden, rezitierte sie der Prophet (sas) in der Moschee und verbot anschließend den Handel mit dem Alkohol.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete:
Dem Gesandten Allahs (sas) wurden während seiner Nachtreise (Isrā) nach Je-rusalem zwei Trinkgefäße gebracht. Das eine von den beiden enthielt Alkohol, und das andere enthielt Milch. Der Prophet schaute die beiden an und nahm dann das Gefäß mit der Milch.
Darauf sagte Dschibrīl zu ihm: „Alles Lob gebührt Allah, dass Er dich zu der natürlichen Veranlagung rechtgeleitet hat. Hättest du den Alkohol genom-men, so wäre deine Umma irregegangen!“ (Bu)
Anas (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
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„Zu den Vorzeichen der Stunde gehört, dass das (göttliche) Wissen ver-schwindet, die Unwissenheit herrscht, der Alkohol gewöhnlich getrunken und die Unzucht (Zina) offenkundig wird.“ (Bu)
Dschābir ibn Abdullāh (ra) berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs (sas) folgen-des sagen, als er in Mekka im Jahre der Eroberung war:
„Wahrlich, Allah verbietet, und auch Sein Gesandter, den Handel mit dem Al-kohol, den verendeten Tieren, dem Schwein und den Götzenbildern (bzw. Götzenfiguren).“
Darauf wurde ihm folgende Frage gestellt: „O Gesandter Allahs, wie ist es mit dem Fett der verendeten Tiere? Denn damit werden Schiffe angestrichen und Leder gepflegt und von den Menschen als Brennstoff für ihre Lampen ge-braucht.“
Der Prophet sagte: „Nein! Das ist verboten!“
Dann sagte der Gesandte Allahs (sas): „Allah verfluche die Juden; denn Allah hat ihnen wahrlich das Fett dieser Tiere verboten und sie sammelten es, ver-kauften es und verzehrten den Erlös davon.“ (Bu)
4.40 Alkoholtrinken
Uqba ibn al-Hārith (ra) berichtete:
„An-Nu‛aimān - oder Ibn an-Nu‛aimān - wurde betrunken vorgeführt, und der Prophet (sas) ließ die Leute, die sich zu jener Zeit im Hause befanden, ihn schlagen; sie schlugen ihn dann, und ich gehörte selbst zu denjenigen, die ihn mit Schuhen schlugen.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Derjenige, der Unzucht begeht, begeht diese nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt. Und derjenige, der Alkohol trinkt, trinkt ihn nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt. Und derjenige, der Diebstahl begeht, begeht diesen nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt. Und derjenige, der sich eine Sache widerrechtlich aneignet, wobei die Men-schen ihn missachtend anschauen, begeht diese Tat nicht in dem Augenblick, in dem er an Allah glaubt.“ (Bu, Mu)
Abū Huraira (ra) berichtete:
Ein Mann, der Alkohol trank, wurde dem Propheten (sas) vorgeführt, und er sagte: „Schlaget ihn!“
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Einige von uns schlugen mit der Hand, andere mit dem eigenen Schuh oder mit dem eigenen Kleidungsstück. Als er wegging sagten einige Leute: „Allah möge dich mit deiner Schande im Stich lassen!“
Der Prophet aber sagte: „Ihr dürft das nicht sagen, damit ihr Satan nicht gegen ihn helft!“ (Bu)
Anas ibn Mālik (ra) berichtete:
„Die Bestrafung wegen des Alkoholtrinkens wurde von dem Propheten (sas) durch Schlagen mit Palmzweigen und Schuhen vollzogen; und Abū Bakr voll-zog sie mit vierzig Peitschenhieben.“ (Bu)
Sā’ib ibn Yazīd berichtete:
„Uns wurde gewöhnlich zu Lebzeiten des Gesandten Allahs (sas) und zur Amtszeit von Abū Bakr und zu Beginn der Amtszeit im Kalifat von Umar, der-jenige gebracht, der Alkohol getrunken hatte, und wir machten uns an ihn, schlugen ihn mit unseren Händen, Schuhen und Kleidungsstücken. Aber ge-gen Ende der Amtszeit von Umar, ließ er in einem solchen Fall mit vierzig Peitschenhieben bestrafen. Als aber die Leute immer unbändiger wurden und sich frevelhafter benahmen, bestrafte er sie mit 80 Peitschenhieben.“ (Bu)
4.41 Allmacht Allahs
Nach Abū Dharr al-Ghifārī (ra) ist nach dem Gesandten Allahs (sas) unter dem, was er von seinem Herrn, dem Mächtigen und Erhabenen berichtet, dass Er gesagt hat:
„O Meine Knechte, Ich habe Mir Selbst die Ungerechtigkeit untersagt und ha-be sie auch euch untersagt, so tut einander kein Unrecht.
O Meine Knechte, ihr alle geht in die Irre, außer dem, den Ich recht leite; so er-bittet die Rechtleitung von Mir, dann leite Ich euch.
O Meine Knechte, ihr seid alle hungrig, außer dem, den Ich speise; so erbittet Speise von Mir, dann speise Ich euch.
O Meine Knechte, ihr seid alle nackt, außer dem, den Ich kleide; so bittet Mich um Kleidung, dann kleide Ich euch.
O Meine Knechte, ihr begeht in der Nacht und am Tage Verfehlungen, und Ich vergebe alle Missetaten; so bittet Mich um Vergebung, dann vergebe Ich euch.
O Meine Knechte, ihr vermögt Mir nicht zu schaden, und so werdet ihr Mir nicht schaden, und ihr vermögt Mir nicht zu nutzen, und so werdet ihr Mir nicht nutzen.
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O Meine Knechte, wenn der erste unter euch und der letzte unter euch, die Menschen unter euch und die Dschinn unter euch so frommen Herzens wären wie der Frömmste unter euch, so vermehrte dies Meine Herrschaft nicht.
O Meine Knechte, wenn der erste unter euch und der letzte unter euch, die Menschen unter euch und die Dschinn unter euch so sündigen Herzens wären wie der Sündigste unter euch, so verringerte dies Meine Herrschaft nicht.
O Meine Knechte, wenn der erste unter euch und der letzte unter euch, die Menschen unter euch und die Dschinn unter euch, auf einer einzigen Ebene stünden und sie Mich bäten, und wenn Ich dann jedem einzelnen gäbe, wo-rum er Mich bäte, so verminderte das nicht, was bei Mir ist, um mehr als das, was eine Nadel vermindert, wenn sie ins Meer getaucht wird.
O Meine Knechte, es sind (allein) eure Taten, die Ich euch anrechne, danach gebe Ich euch für sie in vollem Maß. Wer also auf Gutes stößt, der lobe Allah, und wer auf etwas anderes stößt, der tadele niemanden außer sich selbst.“ (Mu)
4.42 Almosen
Hakīm ibn Hizām (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Die obere Hand ist besser als die untere Hand.3 Beginne mit demjenigen, den du unterhältst; und das beste Almosen ist das, was man nach der Befriedigung seiner Bedürfnisse gibt. Und wer immer sich zurückhält, dem erspart Allah das Erbetteln bei den anderen. Und wer immer sich genügsam verhält, dem gibt Allah reichlich.“ (Bu)
Hāritha ibn Wahb (ra) berichtete: Ich hörte den Propheten (sas) sagen:
„Gebt Almosen; denn es wird eine Zeit auf euch zukommen, in der der Mensch mit seinem Almosen umhergeht und zu dessen Abgabe keine Emp-fänger findet. Man wird zu ihm sagen: „Wärst du gestern damit gekommen, hätte ich es von dir angenommen; heute aber habe ich es nicht mehr nötig.““ (Bu)
Atā (ra) sagte: Ich bezeuge, dass Ibn Abbās (ra) folgendes berichtete:
„Der Gesandte Allahs (sas) kam heraus, während Bilāl ihn begleitete. Er (der Prophet) ging (zu den Frauen), weil er dachte, sie hätten seine Predigt nicht hören können. So trug er sie ihnen vor und wies sie an, Almosen zu geben. Die Frauen spendeten daraufhin: einige warfen ihre Ohrringe, andere ihre Ringe, und Bilāl nahm diese im Zipfel seines Gewandes auf.“ (Bu)
3 Die obere Hand ist die spendende und die und die untere Hand ist die bettelnde.
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Abdullāh ibn Umar (ra) berichtete:
Der Gesandte Allahs (sas) hielt eine Ansprache auf dem Podest und erwähnte das Almosen, die Genügsamkeit und das Betteln; er sagte: „Die obere Hand ist besser als die untere Hand; denn die obere Hand ist die Spendende und die untere Hand ist die Bettelnde.“ (Bu)
Adī ibn Hātim (ra) berichtete:
Ich befand mich in Gegenwart des Gesandten Allahs (sas) als zwei Männer zu ihm kamen: Der eine von den beiden klagte über Armut, während der andere über Wegelagerei klagte.
Der Gesandte Allahs (sas) sagte: „Was die Wegelagerei angeht, so wird es nicht mehr allzu lange Zeit dauern, bis die Kamel-Karawanen nach Mekka ohne Begleitschutz aufbrechen.
Was aber die Armut angeht, so wird die Stunde (des Weltuntergangs) nicht kommen, bis der eine von euch mit seinem Almosen umhergeht und keinen finden wird, der es von ihm annimmt.
(Es wird die Zeit kommen, in der) bestimmt jeder von euch vor Allah stehen wird, ohne jegliche Verschleierung zwischen ihm und Ihm, aber auch ohne Dolmetscher, der für ihn die Sprache übersetzen soll.
Diesem wird dann gesagt: „Habe Ich dir nicht Reichtum gegeben?“ und er wird mit Sicherheit sagen: „Doch!“
Diesem wird abermals gesagt: „Habe Ich zu dir keinen Gesandten entsandt?“ und er wird mit Sicherheit sagen: „Doch!“
Dieser schaut dann zu seiner Rechten und sieht nichts anderes als das Höllen-feuer; alsdann schaut er zu seiner Linken und sieht nichts anderes als das Höl-lenfeuer. Also soll sich ein jeder von euch vor dem Höllenfeuer schützen, und wäre es nur mit einer halben Dattel; und wenn er diese nicht finden kann, dann mindestens mit einem guten Wort.“ (Bu)
Abū Buradas Großvater (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Einem jeden Muslim obliegt die Abgabe einer Sadaqa.“
Die Leute fragten: „O Prophet Allahs, und wie, wenn man nichts hat?“
Der Prophet antwortete: „Er soll mit seinen Händen arbeiten und etwas ver-dienen, wovon er für sich selbst Nutzen hat und eine Sadaqa gibt!“
Die Leute fragten: „Und wie, wenn man keine Arbeit findet?“
Der Prophet antwortete: „Er soll dann einem Behinderten in seiner Not hel-fen!“
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Die Leute fragten: „Und wie, wenn man keinen findet?“
Der Prophet antwortete: „Er soll dann mit guten Taten umgehen und sich vom Übel fernhalten; denn dies ist von ihm eine Sadaqa!“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wer von euch bei al-Lat und al-Uzza geschworen hat, der soll „lā ilāha illa-llāh (kein Gott ist da außer Allah)“ sprechen; und wer zu seinem Gefährten sagt: „Komm, ich will mit dir Glückspiel betreiben!“, der soll ein Almosen (Sadaqa) ausgeben.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Eine Frau darf nicht fasten4, während ihr Mann anwesend ist, es sei denn mit seiner Erlaubnis. Ferner darf sie keinem den Eintritt in seine Wohnung gewäh-ren, es sei denn mit seiner Erlaubnis. Und was sie immer ohne seine Erlaubnis an Spende (aus seinem Geld) gibt, so wird ihm die Hälfte des Lohnes zuteil sein.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Jedem Menschen obliegt die Pflicht einer Sadaqa für jedes Gelenk seines Kör-pers und an jedem Tag, an dem die Sonne scheint; und das Schlichten zwi-schen den Menschen ist von ihm eine geleistete Sadaqa.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
Wer von gleicher Sache auf dem Weg Allahs zweimal spendet, dem wird (am Tage des Jüngsten Gerichts) von den Toren des Paradieses zugerufen: „O Die-ner Allahs, das war gut!“
Wer einst (im Diesseits) zu den Betenden gehörte, der wird zum Eintreten durch das Tor des Gebets ausgerufen.
Und wer einst zu den Leuten des Dschihād gehörte, der wird zum Eintreten durch das Tor des Dschihād ausgerufen.
Und wer zu den Fastenden gehörte, der wird zum Eintreten durch das Ar-Rayyān-Tor ausgerufen.
Und wer zu den Spendenden gehörte, der wird zum Eintreten durch das Tor der Sadaqa ausgerufen.“
4 Hier handelt es sich um das freiwillige Fasten außerhalb des Fastenmonats Ramadān.
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Abū Bakr sagte: „Mein Vater und meine Mutter mögen für dich als Opfer sein, o Gesandter Allahs! Es ist einhellig für denjenigen, der zum Eintreten durch eines dieser Tore ausgerufen wird. Wird es auch einige geben, die zum Eintre-ten durch alle diese Tore ausgerufen werden?“
Der Prophet antwortete: „Ja! Und ich hoffe, dass du zu ihnen gehören wirst!“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Dem Muslim obliegt keine Sadaqa5 für sein Pferd und seinen Sklaven.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete:
Hasan (Enkelkind des Propheten (sas)), Sohn des Alī (ra), nahm (als Kind) eine Dattel aus der Sadaqa und steckte sie in seinen Mund; da sagte der Prophet (sas) zu ihm: „Kich, kich (Bah, bah)“, damit er sie wegwerfe.
Dann sagte er zu ihm: „Hast du nicht gemerkt, dass wir6 von der Sadaqa nicht essen dürfen?“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wenn der Mensch stirbt, hören seine Taten auf, außer dreierlei: einem dauer-haften Almosen, einem nützlichen Wissen und einem rechtschaffenen Kind, das für ihn Bittgebete spricht.“ (Mu)
Abū Huraira (ra) berichtete:
Ein Mann sagte zum Propheten (sas): „O Gesandter Allahs, welcher Almosen (Sadaqa) ist am besten?“
Der Prophet antwortete: „Dass du Almosen gibst, während du noch gesund bist und auf deinen Besitz beharrst, den Reichtum erhoffst und die Armut fürchtest, und dass du nicht solange abwartest, bis die Seele kurz vor dem Verlassen des Körpers im Halse steckt, und du nunmehr sagst „für den So-undso so viel und für den Soundso so viel“ und in Wirklichkeit war es in der Tat für den Soundso (durch die Abgabe des Almosens) genauso viel gewe-sen.“ (Bu)
Abū Huraira (ra): Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
5 Der Begriff „Sadaqa“ steht in diesem Hadīth identisch mit „Zakāh“.
6 Dieses „wir“ bezieht sich auf den Propheten Muhammad (sas) und die Mitglieder seiner Familie.
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„Jedem Glied des Menschen obliegt ein Almosen; jeden Tag, an dem die Sonne aufgeht. Zwischen Zweien Gerechtigkeit zu stiften, ist ein Almosen, einem Mann mit seinem Reittier zu helfen, ihn darauf zu heben, oder sein Gepäck darauf zu heben, ist ein Almosen. Das gute Wort ist ein Almosen, und mit je-dem Schritt, den du zum Gebet gehst, gibst du ein Almosen, und ein Übel aus dem Weg zu räumen, ist ein Almosen.“7 (Bu, Mu)
Von Abū Mālik al-Hārith ibn Āsim al-Asch’arī (ra): Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Die Reinheit ist die Hälfte des Glaubens. Alhamdulillāh (alles Lob gebührt Al-lah) füllt die Waage, und Subhānallāh (gepriesen sei Allah) und Alhamdulillāh füllen, was zwischen Himmel und Erde ist. Das Gebet ist Licht, Almosen ein Beweis, Geduld eine Erleuchtung, und der Qur’ān ein Beweis für oder gegen dich. Jedermann geht in den Tag und verkauft sich selbst und bringt (entwe-der) seine Befreiung oder sein Verderben (herbei).“ (Mu)
Abū Mas’ūd al-Ansārī (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Wenn der Muslim etwas von seinem Vermögen für den Unterhalt seiner Fa-milie ausgibt, in Erwartung auf den Lohn Allahs, dem werden seine Ausgaben gleich dem Lohn einer Sadaqa (Almosen) bewertet.“ (Bu)
Abū Mūsa (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Es wird bestimmt auf die Menschen eine Zeit zukommen, in der der eine mit seiner Spende aus Gold umhergeht und keinen findet, der diese von ihm an-nimmt; und der Mann wird gesehen, wie vierzig Frauen ihm folgen, die Schutz bei ihm suchen, und zwar wegen der geringen Zahl der Männer und der Vielzahl der Frauen.“ (Bu)
Abū Sa’īd al-Khudrī (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wenn jemand zu seinen Lebzeiten ein Almosen in der Höhe eines Dirhams ausgibt, ist besser für ihn, als wenn er einhundert davon als Almosen im Ster-ben spendet.“ (Da)
Abū Dharr (ra) berichtete:
Einige Gefährten des Gesandten Allahs (sas) sagten zum Propheten (sas): „O Gesandter Allahs, die Reichen haben den Lohn für sich genommen; sie beten,
7 Nach diesem Hadīth soll der Mensch laufend ein Segen auf Erden für die menschliche Gesellschaft sein.
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wie wir beten und fasten, wie wir fasten, und sie geben Almosen von den Überschüssen ihrer Besitztümer.“
Er entgegnete: „Hat Allah für euch nicht bereits festgesetzt, was ihr an Almo-sen gebt? Jede Tasbīha ist ein Almosen, jede Takbīra ist ein Almosen, jede Tahmīda ist ein Almosen, jede Tahlīla ist ein Almosen, das Anhalten zum Guten ist ein Almosen, und das Untersagen von verbotenen Handlungen ist ein Al-mosen, und das Beiwohnen eines jeden von euch ist ein Almosen.“
Sie fragten: „O Gesandter Allahs, wenn einer von uns seine Begierde stillt, wird er dann etwa dafür belohnt?“ worauf er antwortete: „Was meint ihr wohl, wenn er sie auf verbotene Weise stillen würde, nähme er da nicht eine Sündenlast auf sich? Und ebenso, wenn er sie auf erlaubte Weise stillt, wird er (dafür) belohnt.“ (Mu)
Mughīra ibn Schu’ba (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Allah hat euch wahrlich folgendes verboten: die Lieblosigkeit gegen die Müt-ter, die Verwehrung einer milden Gabe und deren unrechtmäßige Einnahme und die Tötung der Mädchen. Und Allah verabscheut von euch ferner das Ge-schwätz, die häufige Stellung von Fragen und die Verschwendung des Ver-mögens (bzw. des Geldes und der Güter)!“ (Bu)
Anas (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Kein Muslim wird einen Baum einpflanzen oder die Saat in die Erde senken, wovon Vögel, Menschen oder Tiere verzehren, ohne dass er dafür (von Allah) den Lohn eines Almosens (Sadaqa) erhalten wird...“ (Bu)
Anas (ra) berichtete:
Der Prophet (sas) ging an einer Dattel vorbei, die auf dem Weg lag, und sagte:
„Wenn ich keine Bedenken hätte, dass diese Dattel zum Almosen gehört, hätte ich sie gegessen!“ (Bu)
Ibn Abbās (ra) berichtete:
Die Mutter von Sa’d ibn Ubāda (ra) starb zu der Zeit, als er von ihr abwesend war. Er sagte zum Propheten: „O Gesandter Allahs, meine Mutter ist in mei-ner Abwesenheit gestorben. Würde es ihr etwas nützen, wenn ich etwas als Almosen an ihrer Stelle ausgebe?“
Der Prophet sagte: „Ja!“
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Da sagte Sa’d: „Ich mache dich dafür zum Zeugen, dass ich die beiden Obst-gärten von Mihraf als wohltätige Stiftung in ihrem Namen mache.“ (Bu)
Sa’d (ra) berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs (sas) folgendes sagen:
„Wer betet, um dabei von den Leuten gesehen zu werden, hat Allah beigesellt; und wer fastet, um dabei von den Leuten gesehen zu werden, hat Allah beige-sellt; und wer Almosen gibt, um dabei von den Leuten gesehen zu werden, hat Allah beigesellt.“ (Ha)
Salmān ibn Āmir (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Eine milde Gabe an einen Armen ist ein Almosen und diese an einen Ver-wandten hat eine Doppelfunktion: Almosen und Festigung der Ver-wandtschaftsbande.“ (Na, Ti)
Dschābir ibn Abdullāh (ra) berichtete:
„Der Prophet (sas) stand am Festtag des Fastenbrechens (Īdu-l-fitr) auf und fing erst mit dem Gebet an; dann hielt er die Predigt. Als er diese beendet hat-te, kam er herunter und begab sich zu den Frauen. Er ermahnte sie, während er sich auf die Hand von Bilāl stützte, der seinerseits sein Gewand offen hielt, und die Frauen warfen ihre Almosen (Sadaqa) hinein...“ (Bu)
Dschābir ibn Abdullāh (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Jede gute Tat ist eine Sadaqa.“ (Bu)
4.43 Alter
Abdullāh (ra) berichtete:
Der Prophet (sas) zeichnete ein Rechteck und zog durch dessen Mitte eine Li-nie, die über seine Kontur hinausragte. Er zeichnete noch dazu kürzere Linien, die seitlich zu dem Teil standen, das sich innerhalb des Rechtecks befand, und sagte: „Das ist der Mensch und das ist seine Lebensdauer, von der er umgeben ist.... Was aber davon hinausragt ist seine Hoffnung, während die kürzeren Linien die Ereignisse darstellen, die ihn treffen werden. Wenn ihn ein Teil da-von nicht trifft, so trifft ihn das andere, und wenn das andere ihn nicht trifft, so trifft ihn das eine.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
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„Allah gab dem Menschen genug Zeit, um sich zu entschuldigen, indem Er sein Lebensalter verlängerte, bis er sechzig Jahre alt wurde.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass er den Gesandten Allahs (sas) folgendes sagen hör-te:
„Das Herz eines alten Menschen bleibt jung mit zwei Dingen: Mit der Liebe zu Hab und Gut und mit der Liebe zum langen Leben.“ (Bu)
Anas (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Das Alter des Sohnes Adams schreitet vor, und mit ihm schreiten ebenfalls zwei Dinge vor: die Liebe zu Hab und Gut und die Liebe zum langen Leben.“ (Bu)
Mus’ab ibn Sa’d (ra) berichtete:
Sa’d ibn Abī Waqqās (ra) gebot gewöhnlich folgende fünf Dinge und erwähnte sie bezogen auf den Propheten (sas):
„O Allah, mein Gott, ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor dem Geiz, und ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor der Feigheit, und ich nehme meine Zuflucht bei Dir davor, dass ich einem schlimmen Alter verfalle, und ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor einer Versuchung in dieser Welt, und ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor der Pein im Grab.“ (Bu)
Salmān al-Fārisī (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Das Schicksal wird nur durch Bittgebete abgewehrt, und das Alter wird nur durch rechtschaffene Taten verlängert.“ (Ti)
4.44 Altersschwäche
Anas ibn Mālik (ra) berichtete, dass der Prophet Allahs (sas) folgendes zu sagen pflegte:
„O Allah mein Gott, ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor der Unfähigkeit und der Trägheit, vor der Feigheit und der Altersschwäche; und ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor der Pein im Grab; und ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor der Versuchung zu Lebzeiten und beim Sterben.“ (Bu)
4.45 Alī ibn Abī Tālib (ra)
Ibrāhīm ibn Sa’d (ra) berichtete von seinem Vater, dass dieser sagte:
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Der Prophet (sas) sagte zu Alī:
„Bist du damit zufrieden, dass du mir gegenüber die Stellung einnimmst, die einst Harun (Aaron) gegenüber Mūsa (Moses) einnahm?“ (Bu)
4.46 Āmīn
Abū Huraira (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wenn der Imām sagt „ghairi-l-maghdūbi ‘alaihim wala-d-dāllīn (Qur’ān 1:7)“, so sagt ihr „āmīn“; denn demjenigen, von dem „āmīn“ gerade mit dem „Āmīn“ der Engel ausgesprochen wird, werden alle von ihm in der Vergan-genheit begangenen Sünden vergeben.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete: Der Prophet (sas) sagte:
„Wenn der Imām „Āmīn“ sagt, so sagt ihr auch „Āmīn“; denn demjenigen, von dem „Āmīn“ gerade mit dem „Āmīn“ der Engel ausgesprochen wird, werden alle von ihm in der Vergangenheit begangenen Sünden vergeben.“
Und Abū Schihāb sagte: „Und der Gesandte Allahs (sas) pflegte „āmīn“ zu sa-gen.“ (Bu)
4.47 Analverkehr
Ibn Abbās (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Allah, der Allmächtige und Erhabene, schaut (am Tage der Auferstehung) keinen an, der mit einem anderen den Analverkehr gemacht hat.“ (Ti)
4.48 Anarchie
Abū Sa’īd al-Khudrī (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wenn zwei zum Kalifen ernannt wurden, so tötet den letzteren von ihnen.“8 (Mu)
4.49 Andacht
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Sieben (Arten von Menschen) wird Allah am Tage (der Auferstehung) be-schirmen, an dem kein anderer Schutz außer Seinem Schutz sein wird. (Diese sind): Der gerechte Imām; ein junger Mann, der in der Anbetung seines Herrn aufgewachsen ist; ein Mann, dessen Herz an den Moscheen hing; zwei Men-
8 Denn dadurch kann ein Bürgerkrieg und Blutvergießen unter den Gläubigen zustande kommen.
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schen, die einander um Allahs willen liebten, indem sie sich deswegen trafen und verabschiedeten; ein Mann, den eine angesehene und schöne Frau verfüh-ren wollte, und er zu ihr sagte: „Ich fürchte Allah“; und ein Mensch, der im geheimen so spendete, dass seine linke Hand nicht erfuhr, was seine rechte Hand gegeben hatte; und ein Mensch, der nur Allahs so in Abgeschiedenheit gedachte, dass ihm die Tränen aus den Augen stürzten.“ (Bu)
4.50 Andersgläubige
Asmā bint Abī Bakr (ra) berichtete:
Meine Mutter kam wohlwollend zu mir, und dies geschah zu Lebzeiten des Propheten (sas). Ich fragte den Propheten (sas):
„Soll ich die Bindung zu meiner Mutter aufrechterhalten?“
Und er sagte: „Ja!“
Ibn Uyaina sagte: Darauf offenbarte Allah, der Erhabene:
„Allah verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht des Glaubens wegen bekämpft haben... (60:8)“ (Bu)
4.51 Änderung der Schöpfung
Alqama (ra) berichtete: Abdullāh (ra) sagte:
„Allah verfluche diejenigen Frauen, die andere Frauen tätowieren, sich täto-wieren lassen, ihre Augenbrauen entfernen, ihre Zähne abfeilen lassen, um de-ren Zwischenräume kosmetisch zu vergrößern, und dadurch Allahs Schöp-fung zu ändern pflegen!“
Diese Äußerung bekam eine Frau aus dem Stamm Banu Asad zu hören, die als Umm Ya’qūb bekannt war. Sie kam zu Abdullāh (ra) und sagte: „Ich erfuhr, dass du solche und solche verflucht hattest.“
Er entgegnete: „Und warum soll ich nicht diejenigen verfluchen, die der Ge-sandte Allahs (sas) verflucht hatte, und dies befindet sich doch im Buche Al-lahs!“
Die Frau erwiderte: „Ich habe alles gelesen, was sich zwischen den zwei Buch-deckeln befindet, und da fand ich nichts davon, was du sagst.“
Er sagte zu ihr: „Wenn du es wirklich gelesen hättest, so hättest du das gefun-den! Hast du darin folgendes nicht gelesen: „Und was euch der Gesandte gibt, das nehmet an, und was er euch untersagt, dessen enthaltet euch... (59:7)“?“
Sie sagte: „Doch!“
Er sagte: „Er (der Prophet) hat dies doch verboten.“
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Die Frau hielt ihm vor: „Ich sehe, dass deine Frau dies tut!“
Er sagte zu ihr: „Geh hinein und sehe selbst nach.“ Da ging die Frau in sein Haus, sah nach, und fand nichts von dem, was sie erzählte.
Er fuhr dann fort: „Wäre dies der Fall gewesen, so hätte ich mit ihr nichts Ge-meinsames gehabt!“ (Bu)
4.52 Angriff
Anas (ra) berichtete:
„Der Gesandte Allahs (sas) pflegte - wenn er einen Angriff wider den Gegner zu unternehmen beabsichtigte - den Angriff erst am Morgen zu beginnen. Wenn er dort den Gebetsruf hörte, sah er davon ab, und wenn er keinen Ge-betsruf hörte, stürmte er nach dem Morgengebet. Demnach kamen wir (zum Angriff) in Khaibar in der Nacht an.“ (Bu)
4.53 Anstandsregel
Itbān ibn Mālik (ra) berichtete:
Der Prophet (sas) war bei mir zu Hause auf Besuch und sagte zu mir:
„In welchem Teil deiner Wohnung hast du es gern, dass ich dort für dich be-te?“
Da zeigte ich ihm den Platz, und der Prophet (sas) sprach zunächst den Takbīr; wir bildeten eine Reihe hinter ihm, und er betete zwei Rak’a.“ (Bu)
Abū Mas’ūd al-Ansārī (ra) berichtete:
Ein Mann von den Ansār namens Abū Suhaib, der einen Diener, von Beruf Fleischer, hatte, kam zum Propheten (sas) als er sich unter seinen Gefährten befand, und merkte am Gesicht des Propheten (sas) dass er hungrig war. Er begab sich zu seinem Diener, dem Fleischer, und sagte zu ihm:
„Bereite für mich ein Essen zu, das für fünf Personen ausreicht, damit ich den Propheten (sas) als einen von den fünf, dazu einladen kann.“
Der Diener bereitete für ihn das Essen zu, ging dann zum Propheten und lud ihn dazu ein. Es geschah aber, dass ein Mann ihnen nachging und der Prophet (sas) sagte:
„O Abū Suhaib, ein Mann geht uns nach. Wenn du willst, erlaubst du es ihm (mit uns zu kommen) und wenn du willst, lässt du ihn gehen.“
Abū Suhaib sagte: „Nein! Ich erlaube es ihm.“ (Bu)
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Mahmūd ibn ar-Rabī al-Ansārī (ra) berichtete, dass der blinde Itbān ibn Mālik seine Leute im Gebet zu leiten pflegte, und dass er eines Tages zum Gesandten Allahs (sas) sagte:
„O Gesandter Allahs, manchmal ist es sehr dunkel und regnet in Strömen, und ich bin ein erblindeter Mann. Ich bitte dich daher, o Gesandter Allahs, dass du das Gebet an einem Platz in meiner Wohnung verrichtest, den ich dann zu ei-ner Gebetsstätte mache.“
Der Gesandte Allahs (sas) kam dann zu ihm und sagte:
„Wo hättest du es gern, dass ich das Gebet verrichte?“
Er zeigte dann auf einen Platz in der Wohnung, und der Gesandte Allahs (sas) verrichtete dort das Gebet. (Bu)
Umm Salama (ra) sagte:
„Sobald der Gesandte Allahs (sas) das Gebet beendete, standen die Frauen unmittelbar nach dem Taslīm auf, und der Prophet blieb noch eine Weile sit-zen, ehe er aufstand.“
Ibn Schihāb (ra) fügte hinzu: „Ich begründe dies damit - und Allah weiß es am besten, dass der Prophet mit seinem Abwarten beabsichtigte, den Frauen Ge-legenheit zu geben, um ihren Weg nach außen zu finden, ohne dass sie von denjenigen eingeholt werden, die hinausgehen.“ (Bu)
4.54 Ansteckungsgefahr
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Lasset keinen Kranken zu einem Gesunden eintreten!“ (Bu)
4.55 Anstrengung
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Niemals wird der Muslim Anstrengung, Krankheit, Trübsal, Kummer, Übel oder Schaden erleiden, sogar wenn ihn nur ein Dorn sticht, ohne dass Allah ihm dies als Sühne für seine Sünden zurechnet.“ (Bu)
4.56 Arafa
Uqba ibn Āmir (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Der Tag von Arafa, der Tag des Opferfestes und die darauffolgenden Tage sind (zusammen) unser Fest - o ihr Leute des Islam. Es sind Tage, in denen ge-gessen und getrunken wird.“ (Bu, Na, Ti)
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4.57 Arbeit
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass es für den einen von euch besser ist, sein Seil zu nehmen und damit auf seinem Rücken ein Bündel Brennholz herbeizubringen, als wenn er zu einem anderen geht und diesen anbettelt, der ihm entweder etwas gibt oder nichts gibt.“ (Bu)
Rāfi ibn Khadīdsch (ra) berichtete:
Ich sagte: „O Gesandter Allahs, was ist der beste Erwerb?“
Er sagte: „Die Arbeit eines Menschen mit eigenen Händen, und jeder Handel, der von Allah angenommen ist.“ (Ha)
4.58 Arbeiter
Abdullāh ibn Umar (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Gebt dem Arbeiter seinen Lohn, bevor sein Schweiß getrocknet ist.“ (Ma)
4.59 Arbeiterlohn
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte: Allah sagte:
„Ich werde Selbst für drei Arten von Menschen am Tage der Auferstehung ein Gegner sein: Für einen Menschen, der ein Versprechen durch einen Schwur in Meinem Namen abgab und danach untreu handelte; und für einen Menschen, der einen Freien (als Sklaven) verkaufte und den Erlös davon unterschlug; und für einen Menschen, der einen anderen in seinen Dienst einstellte und ihm für die von ihm geleistete Arbeit keinen Lohn zahlte.“ (Bu)
4.60 Arbeitslohn
Miqdām (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Niemals hat einer etwas Besseres verzehrt als eine Nahrung, die er aus dem Arbeitslohn seiner Hände erwarb. Und David, der Prophet Allahs (as), ernähr-te sich von dem Arbeitslohn seiner Hände.“ (Bu)
Ibn Abbās (ra) berichtete:
„Der Prophet (sas) ließ sich durch Aderlass behandeln und gab dem Behan-delnden seinen Lohn; und hätte er dies als verwerflich angesehen, so hätte er ihm keinen Lohn gegeben.“ (Bu)
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4.61 Arme
Imrān ibn Husain (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Ich warf einen Blick auf das Innere des Paradieses und sah, dass die meisten seiner Bewohner die Armen sind. Und ich warf einen Blick auf das Innere des Höllenfeuers und sah, dass die meisten seiner Bewohner die Frauen sind.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Derjenige, der für eine Witwe und für einen Armen sorgt, ist (dem Lohn nach) demjenigen gleich, der auf dem Wege Allahs kämpft, oder demjenigen, der die ganze Nacht betet oder den ganzen Tag fastet!“ (Bu)
Abū Huraira (ra) sagte:
Die Armen kamen zum Propheten (sas) und sagten: „Die Wohlhabenden, wel-che viel Geld besitzen, beanspruchen die höchsten Stellungen und die im-merwährende Wonne (im Paradies): sie beten wie wir beten, fasten wie wir fasten und besitzen Geld im Überfluss, von dem sie die Pilgerfahrt (Hadsch) und die besuchsweise Pilgerfahrt (Umra) finanzieren können; und vielmehr leisten sie davon für den Kampf (Dschihād) und für die Almosen (Sadaqa)!“
Der Prophet sagte zu ihnen: „Lasset mich euch etwas nennen, mit dem ihr wenn ihr es vollzieht - das einholt, was die anderen vorleisteten, und mit dem euch kein anderer einholt, und mit dem ihr zu den Besten unter denjenigen gehört, unter denen ihr euch befindet - es sei denn, dass ein anderer es tut -: Ihr sprecht den Tasbīh, den Tahmīd und den Takbīr jeweils 33mal nach jedem Gebet.“
Unter uns herrschte Uneinigkeit: Einige von uns sagten: „Wir sprechen den Tasbīh 33-mal, den Tahmīd 33-mal, und den Takbīr 34-mal!“
Da erkundigte ich mich beim Propheten, und er sagte: „Sprich „Subhānallāh“ und „Alhamdulillāh“ und „Allāhu akbar“ so oft, bis du von allen insgesamt 33-mal vollbringst!“ (Bu)
Usāma (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Ich stand vor dem Tor des Paradieses und stellte fest, dass die meisten, die dort eintraten, die Armen waren, während die Reichen davon ausgesperrt wurden; nur über die Leute des Höllenfeuers wurde ein Befehl erlassen, um sie ins Höllenfeuer abzuführen. Da stand ich vor dem Tor des Höllenfeuers und stellte fest, dass die meisten, die dort eintraten, die Frauen waren.“ (Bu)
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4.62 Armut
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Arm ist nicht derjenige, der bei den Menschen die Runde macht und mit ei-nem oder zwei Stück Brot oder mit einer Dattel oder mit zwei Datteln fortge-schickt wird.
Arm ist vielmehr derjenige, der keinen Ausweg findet, um sich aus der Not er-lösen zu können; er ist derjenige, auf den keiner aufmerksam sein wird, um ihm eine Sadaqa zu geben; er ist aber auch nicht derjenige, der (beim Vorbei-gehen der Menschen) aufsteht und sie anbettelt.“ (Bu, Mu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Arm ist nicht der, der mit einer Mahlzeit oder die zwei Mahlzeiten fortge-schickt wird. Arm ist vielmehr derjenige, der nichts hat und sich trotzdem schamhaft verhält, oder nicht bei den anderen Menschen um etwas bettelt.“ (Bu)
4.63 Ar-Rayyān
Sahl (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Es gibt im Paradies ein Tor, das Rayyān heißt, durch das die Fastenden am Tage der Auferstehung eintreten werden, und kein anderer außer ihnen wird hindurch eintreten.
(An jenem Tage) wird ausgerufen: „Wo sind die Fastenden?“
Da stehen diese dann auf, und sonst kein anderer außer ihnen wird hineintre-ten. Wenn sie darin sind, wird das Tor geschlossen, und danach tritt keiner mehr durch dieses ein.“ (Bu, Mu)
4.64 Āschūrā
Sālim berichtete, dass sein Vater (ra) sagte: Der Prophet (sas) sagte:
„Am Tage der Āschūrā kann jeder fasten, wer fasten will.“ (Bu)
4.65 Āsiya (as)
Abū Mūsa (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
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„Unter den Männern gibt es viele, die vollkommen waren; und unter den Frauen waren nur Āsiya, die Frau des Pharao und Maryam9 (Maria), Tochter des Imrān, vollkommen. Was aber die Vorzüglichkeit von Āischa angeht, so ist diese wie die Vorzüglichkeit eines Fleischgerichts über alle anderen Speisear-ten.“ (Bu)
4.66 At-Tahiyyāt
Abdullāh (ra) berichtete:
Wenn wir hinter dem Propheten (sas) beteten, sagten wir: „As-Salām (der Friede) sei auf Dschibrīl und Mikail, as-Salām sei auf Soundso und Soundso.“
Da schaute uns der Gesandte Allahs (sas) an und sagte: „Wahrlich, Allah Selbst ist as-Salām! Wenn jemand von euch betet, der soll sagen: „At-Tahiyyātu lillāhi wa-s-salāwatu wa-t-taiyibāt as-Salāmu alaika ay-yuha-n-nabiyyu wa-rahmatu-llāhi wa-barakātuh, as-Salāmu alainā wa ala ibādi-llāhi-s-sālihīn“ - denn, wenn ihr dies sprechet, trifft es jeden aufrichtigen Diener im Himmel und auf Erden - “Aschhadu allā ilāha illa-llāh, wa aschhadu anna Muhammadan abduhu wa-rasūluh.“10
Danach kann der Betende von den Bittgebeten das auswählen, was ihm davon am besten gefällt.“ (Bu)
4.67 Auferstehung
Hudhaifa (ra) berichtete:
Der Prophet (sas) pflegte, wenn er zu Bett gehen wollte, folgendes zu sagen:
„In Deinem Namen sterbe ich, und lebe ich weiter.“
Und wenn er aufstand, sagte er:
„Alles Lob gebührt Allah, Der uns wieder ins Leben schickte, nachdem Er uns sterben ließ, und bei Ihm ist die Auferstehung.“ (Bu)
Āischa (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Ihr werdet (am Tage des Jüngsten Gerichts) barfüßig, nackt, und (bei Män-nern) mit der Vorhaut versammelt.“
9 Ihren Namen trägt die Sure 19 im Qur’ān. Diese Ehrung kommt von ihrem Schöpfer Selbst, Der in dieser Sure eine Reihe von Propheten erwähnt. Dass sie ausdrücklich „Tochter des Imrān“ ist, wird noch eine Ehre durch ihre Abstammung hinzugefügt; denn Sure 3 trägt auch diesen Namen.
10 Auf Deutsch: „Alle Ehrenbezeigungen, Gebete und gute Taten gebühren Allah. Der Friede sei auf dir, o Pro-phet, und die Barmherzigkeit Allahs und Sein Segen. Der Friede sei auf uns und auf den rechtschaffenen Die-nern Allahs. Ich bezeuge, dass kein da ist außer Allah und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Ge-sandter ist.“
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Āischa (ra) berichtete weiter: Ich sagte: „O Gesandter Allahs, Männer und Frauen sehen sich gegenseitig an?“
Der Prophet erwiderte: „Das Ereignis wird gewaltiger sein, als dass sich die Menschen dafür interessieren würden!“11 (Bu)
Abdullāh ibn Umar (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Für jeden Veruntreuer gibt es am Tage der Auferstehung eine Erkennungs-fahne, mit der er erkannt wird.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Es gibt keinen Verwundeten, dessen Verletzung auf dem Wege Allahs verur-sacht wurde, der nicht am Tage der Auferstehung blutend auftreten wird. Die Farbe ist die Blutfarbe, der Geruch aber ist der Moschusduft.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass er den Gesandten Allahs (sas) folgendes sagen hör-te:
Allah wird (am Tag der Auferstehung) die Erde in den Griff nehmen, die Himmel mit Seiner Rechten zusammenrollen und sprechen: „Ich bin der Kö-nig! Wo sind die Könige der Erde?“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte: Allah, Erhaben ist Er, sagte:
„Der Sohn Adams beleidigt Mich, und er darf Mich weder beleidigen noch der Lüge bezichtigen; und dies steht ihm auch nicht zu!
Was seine Beleidigung angeht, so, weil er behauptet, Ich hätte einen Sohn; und was die Bezichtigung der Lüge angeht, so, weil er sagt: „Er wird mich nicht wieder zurückbringen, wie Er mich anfangs erschuf.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Die Menschen werden am Tage der Auferstehung so schwitzen, dass ihr Schweiß den Boden 70 Ellenlängen durchsickert und sie bis zu den Ohren be-deckt.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
11 Vgl. Qur’ān-Vers 10:34.
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„Die Sonne und der Mond werden am Tage der Auferstehung verhüllt sein.“ (Bu)
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
„Du wirst am Tage der Auferstehung finden, dass zu den schlimmsten Men-schen bei Allah derjenige gehört der zwei Gesichter hat, indem er zu diesen Menschen mit dem einen Gesicht und zu jenen Menschen mit einem anderen Gesicht kommt.“ (Bu)
Abū Qatāda (ra) berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs (sas) sagen:
„Wer einem Armen Aufschub seiner Schulden gewährt oder ihm diese erlässt, dem nimmt Allah eine Not von den Nöten am Tage der Auferstehung.“ (Mu)
Abū Sa’īd al-Khudrī (ra) berichtete:
Einige Menschen fragten zur Zeit des Propheten (sas): „O Gesandter Allahs, werden wir unsern Herrn am Tage der Auferstehung sehen?“
Der Prophet (sas) sagte: „Ja! Werdet ihr etwas erleiden, wenn ihr die Sonne in der Mittagszeit seht, sogar wenn das Sonnenlicht wolkenlos strahlt?“
Die Leuten sagten: „Nein!“
Der Prophet sagte: „Werdet ihr etwas erleiden, wenn ihr den Vollmond in der Nacht seht, sogar wenn das Mondlicht wolkenlos strahlt?“
Die Leuten sagten: „Nein!“
Der Prophet sagte: „Ihr werdet, wenn ihr Allah am Tage der Auferstehung an-schauet, genauso wenig erleiden, wie dies der Fall ist, wenn ihr eines von den beiden anschaut. Wenn es mit dem Tag der Auferstehung soweit ist, ergeht durch einen Rufer der Befehl, dass jedes Volk dem folgen soll, was es einst an-zubeten pflegte. Es wird dann von denjenigen, die etwas außer Allah unter den Götzen und den Statuen angebetet hatten, keiner mehr da sein, da sie hin-tereinander ins Höllenfeuer hinab fallen werden. Danach werden nur diejeni-gen übrigbleiben, die Allah angebetet hatten, seien diese Wohltäter, Übeltäter oder Angehörige der früheren Generationen unter den Leuten der Schrift!
Die Juden werden dann ausgerufen und gefragt: „Wen habt ihr angebetet?“ Sie werden sagen: „Wir haben Uzair (Esra), den Sohn Allahs, angebetet!“
Die Antwort wird lauten: „Ihr lügt! Allah hat Sich niemals eine Gefährtin oder einen Sohn genommen. Was erwartet ihr denn?“
Die Juden werden sagen: „Wir sind durstig, o Herr, so gib uns etwas zu trin-ken!“
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Durch ein Zeichen wird der Befehl ergehen, dass ihnen nichts zu trinken ge-geben werden soll. Dann werden sie zum Höllenfeuer geführt, das einer Luft-spiegelung gleicht, wobei ein Teil von ihm das andere zerschmettert. Ins Feuer werden sie dann hintereinander hinab fallen.
Dann werden die Christen ausgerufen und gefragt: „Wen habt ihr angebetet?“
Sie werden sagen: „Wir haben Jesus, den Sohn Allahs angebetet!“
Die Antwort wird lauten: „Ihr lügt! Allah hat Sich niemals eine Gefährtin oder einen Sohn genommen. Was erwartet ihr dann?“
Und mit ihnen wird genauso verfahren, wie mit denjenigen vor ihnen.
Es werden dann nur diejenigen übrigbleiben, die nur Allah angebetet hatten seien diese Wohltäter oder Übeltäter gewesen. Zu diesen rückt dann der Herr der Welten näher als in der Entfernung der bisherigen Erscheinung, die sie zuvor wahrgenommen hatten. Zu ihnen wird dann gesagt: „Was erwartet ihr? Jedes Volk soll dem folgen, was es anzubeten pflegte!“
Sie werden sagen: „Wir verließen die Menschen im irdischen Leben in einem Zustand, in dem wir auf ihre Hilfe angewiesen waren, dennoch haben wir auf deren Freundschaft verzichtet. Wir warten auf unseren Herrn, Den wir ange-betet haben!“
Allah wird dann zu ihnen sagen: „Ich bin euer Herr!“
Da werden sie sagen: „Wir stellen Allah niemals etwas zur Seite.“
Und sie werden diese ihre Aussage zwei- oder dreimal wiederholen.“ (Bu)
Nu’mān (ra) berichtete, dass er den Propheten (sas) folgendes sagen hörte:
„Unter denjenigen, die mit der geringsten Pein am Tage der Auferstehung be-straft werden, ist derjenige, unter dessen Fußsohlen jeweils eine Feuerglut ge-stellt wird, von der sein Kopf kocht.“ (Bu)
Anas ibn Mālik (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
Allah, Der Hocherhabene spricht (am Tage der Auferstehung) zu demjenigen unter den Höllenbewohnern, der mit der geringsten Pein bestraft wird: „Wenn du auf der Erde noch etwas besessen hättest, würdest du dich damit freikau-fen?“
Dieser sagt: „Ja!“
Allah spricht dann zu ihm: „Ich verlangte von dir etwas Leichteres, als du noch in den Lenden Adams warst, nämlich dass du Mir nichts beigesellst,
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doch du hieltest dich an nichts anderem fest, als dass du Mir beigeselltest.“12 (Bu)
Anas ibn Mālik (ra) berichtete:
Ein Mann sagte: „O Prophet Allahs, wie wird ein Ungläubiger (am Tage der Auferstehung) auf seinem Gesicht zum Versammlungsort geführt?“
Der Prophet sagte: „Ist Der, Der ihn in der Welt auf zwei Beinen laufen ließ, nicht imstande, ihn am Tage der Auferstehung auf seinem Gesicht laufen zu lassen?“
Qatāda meldete sich daraufhin und sagte: „Doch, bei der Allmacht unseres Herrn!“13 (Bu)
Anas (ra) berichtete, dass der Prophet (sas) sagte:
Die Gläubigen werden am Tage der Auferstehung versammelt und zueinan-der sagen: „Sollten wir nicht jemanden suchen, der für uns Fürsprache bei un-serem Herrn einlegt?“
Sie begeben sich bald zu Adam und sagen zu ihm: „Du bist der Urvater aller Menschen, den Allah mit Seiner Hand erschuf und vor ihm die Engel sich nie-derwerfen ließ. Er lehrte dich aber auch die Namen aller Dinge.14 So lege für uns bei deinem Herrn Fürsprache ein, womit Er uns von dieser unserer Lage erlösen möge.“
Adam erwidert: „Dazu bin ich nicht der Richtige für euch!“
Er erwähnt dann seine Sünde15, schämt sich und fährt fort: „Suchet Noah auf; denn er ist der erste Gesandte, den Allah zu allen Bewohnern dieser Erde ge-schickt hatte.“
Wenn sie bei ihm ankommen, sagt er zu ihnen: „Dazu bin ich nicht der Richti-ge für euch!“
Er erwähnt dann seine Bitte an seinen Herrn, worüber er kein Wissen hatte16, schämt sich und fährt fort: „Suchet dann den Freund des Allerbarmers auf.“
Wenn sie bei ihm (Abraham) ankommen, sagt er zu ihnen: „Dazu bin ich nicht der Richtige für euch! Suchet Moses auf; denn es handelt sich bei ihm um ei-nen Diener, zu dem Allah sprach17 und ihm die Thora gab.“18
12 Vgl. dazu Qur’ān-Vers 7:172 und 36:60.
13 Vgl. Qur’ān-Verse: 17:97 und 25:34 im Zusammenhang der oben gestellten Frage.
14 Vgl. Qur’ān, 32:3 f.
15 Vgl. Qur’ān, 17:19 f.
16 Vgl. Qur’ān, 11:45 f.
17 Vgl. Qur’ān, 4:164.
18 Vgl. Qur’ān, 2:53.
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Wenn sie bei ihm ankommen, sagt er zu ihnen: „Dazu bin ich nicht der Richti-ge für euch!“
Er erwähnt dann, dass er einen Menschen erschlug, ohne dass dieser einen anderen erschlagen hatte, schämt sich dann dafür vor seinem Herrn und fährt fort: „Suchet dann Jesus auf; denn er ist der Diener Allahs, Sein Gesandter, ein Wort von Allah und ein Geist von Ihm.“19
Wenn sie bei ihm ankommen, dann sagt er zu ihnen: „Dazu bin ich nicht der Richtige für euch! Suchet dann Muhammad (sas) auf; denn er ist ein Diener, dem Allah vergangene und spätere Sünden vergeben hatte.“
Nunmehr kommen sie zu mir, und ich begebe mich zunächst zu meinem Herrn, um die Erlaubnis dafür zu erbitten, und Er erlaubt es. Und wenn ich dann meinen Herrn sehe, falle ich anbetend nieder. (In diesem Zustand) lässt Er mich, solange Er will.
Dann wird zu mir gesprochen: „Erhebe dein Haupt und trage deine Bitte vor; denn diese wird gewährt. Und sprich; denn dein Wort wird gehört.20 Und lege Fürsprache ein; denn von dir wird die Fürsprache angenommen.“
Da erhebe ich mein Haupt und spreche Ihm ein Lob, das Er Selbst mir bei-bringt.21 Danach lege ich Fürsprache ein, und Er legt mir eine Zahl von Men-schen fest, die ich das Paradies betreten lassen darf. Dann kehre ich zu Ihm abermals zurück. Und wenn ich meinen Herrn sehe, geschieht dasselbe, wie beim ersten Mal. Wenn ich diesmal die Fürsprache einlege, legt Er mir eine Zahl von Menschen fest, die ich das Paradies betreten lassen darf. Ich lasse diese dann ins Paradies eintreten und kehre zum dritten Mal zurück. Beim vierten Male sage ich dann: „Es gibt im Höllenfeuer keine mehr außer denje-nigen, deren Einsperrung im Qur’ān in alle Ewigkeit vorbestimmt worden ist.“ (Bu)
Ibn Abbās (ra) berichtete, dass er den Propheten (sas) folgendes sagen hörte:
„Ihr werdet wahrlich Allah so begegnen: barfüßig, nackt, zu Fuß und (bei Männern) mit der Vorhaut.“22 (Bu)
Ibn Abbās (ra) berichtete:
Der Prophet (sas) stand auf, um uns eine Rede zu halten, und sagte: „Ihr wer-det wahrlich Allah so begegnen: barfüßig, nackt, und (bei Männern) mit der
19 Vgl. Qur’ān, 4:171.
20 Vgl. Qur’ān, 20:109; 34:23.
21 Ähnlich wie im Qur’ān 2:37 als Adam (as) Wörter von seinem Herrn empfing, die er aussprach und ihm wurde danach vergeben.
22 Für die Begründung siehe Qur’ān -Vers 10:34.
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Vorhaut: „Allah ist es, Der die Schöpfung hervorbringt und sie sich wieder-holen lässt. (10:34).“
Es wird geschehen, dass Ibrāhīm al-Khalīl (Abraham der Freund Allahs) unter allen Geschöpfen der erste sein wird, der bekleidet werden wird.
Es wird auch geschehen, dass einige Leute aus meiner Umma nach links23 ge-führt werden, worauf ich sagen werde: „O Herr! Diese sind doch meine Ge-fährten!“
Und Allah wird sagen: „Du hast keine Kenntnis davon, was sie nach dir be-gangen haben!“
Ich werde dann die Worte sprechen, die einst der rechtschaffene Diener24 Al-lahs gesagt hatte: „Und ich war ihr Zeuge, solange ich unter ihnen weilte,... „
Danach wird mir gesagt: „Sie hörten nicht auf, sich davon abzuwenden.“25 (Bu)
Ibn Umar (ra) berichtete,
dass der Prophet (sas) in Bezug auf „..., an einem großen Tag, an dem die Menschen vor dem Herrn der Welten stehen werden... (83:5 f.)“ sagte: „Jeder von ihnen wird bis zur Hälfte seiner Ohren in seinem eigenen Schweiß ste-hen.“ (Bu)
Sahl ibn Sa’d (ra) berichtete, dass er den Propheten (sas) folgendes sagen hörte:
„Die Menschen werden am Tage der Auferstehung auf einem weißen staubi-gen Boden versammelt, der wie die Oberfläche des weißen Mehls aussieht.“
Sahl (ra) - oder ein anderer als er - fügte hinzu: „Darauf findet keiner ein Orientierungsmerkmal für sich!“ (Bu)
Anas ibn Mālik (ra) berichtete, dass der Prophet Allahs (sas) folgendes zu sagen pflegte:
Der Ungläubige wird am Tage der Auferstehung vorgeführt und zu ihm wird gesagt: „Was hältst du davon, wenn du die Erde voll Gold besessen hättest, hättest du alles zu deiner Erlösung hergegeben?“
Er wird sagen: „Ja!“
23 Über die Leute der linken Seite am Tage der Auferstehung vgl. Qur’ān-Vers 56:41.
24 Diese sind die Worte Jesu (as), die im Qur’ān-Vers 5:117 vorkommen; es empfiehlt sich dort ab Vers Nr. 116 zu lesen.
25 D.h. der Sache Allahs den Rücken zu kehren.
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Zu ihm wird gesagt: „Einst wurde von dir das verlangt, was noch leichter war als dies.“ (Bu)
Thābit ibn ad-Dahhāk (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wer immer in einer Form eines anderen Glaubens als des Islam schwört, der ist bei dem, was er spricht. Und kein Mensch vermag ein Gelöbnis zur Weih-gabe einer Sache versprechen, die er nicht besitzt. Und wer mit einem Gegen-stand Selbstmord begeht, mit dem wird er am Tage der Auferstehung gepei-nigt werden. Und wer einen Gläubigen verflucht, der handelt genauso, als ob er ihn getötet hätte, und wer dem anderen den Kufr (Unglauben) vorwirft, der handelt auch so, als ob er ihn getötet hätte.“ (Bu)
4.68 Auflehnung gegen Allah
Von Abū Huraira (ra): Der Gesandte Allahs (sas) sagte: Allah, der Erhabene hat ge-sagt:
„Wer einen Mir Nahestehenden befehdet, dem habe Ich (damit) den Krieg er-klärt.
Mein Knecht nähert sich Mir nicht mit etwas, das Ich mehr liebe als das, was Ich ihm als Pflicht auferlegte. Mein Knecht fährt fort, sich Mir durch nicht vor-geschriebene Werke zu nähern, bis Ich ihn liebe.
Und wenn Ich ihn liebe, bin Ich sein Hören, mit dem er hört, sein Sehen, mit dem er sieht, seine Hand, mit der er zupackt, sein Fuß, mit dem er geht.
Wenn er Mich (um etwas) bittet, werde Ich es ihm gewiss gewähren, und wenn er Mich um Schutz bittet, werde Ich ihm gewiss Zuflucht geben.“ (Bu)
4.69 Aufrichtigkeit
Abū Huraira (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wenn ihr das Totengebet verrichtet, so seid aufrichtig im Bittgebet für den Toten.“ (Mik)
Abū Sufyān (ra) berichtete: Heraklius sagte zu mir:
„Ich fragte dich über das, wozu er (Muhammad) euch auffordert und du gabst an, dass er von euch das Beten, die Aufrichtigkeit, die Sittsamkeit, die Treue zum Vertrag sowie die Aushändigung der Sache zur Treuhand, verlangte.... und dies sind aber die Eigenschaften eines Propheten!“ (Bu)
Nach Abū Ruqayya Tamīm ibn Aus ad-Dārī (ra) sagte der Prophet (sas):
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„Religion ist Aufrichtigkeit.“
Wir fragten: „Wem gegenüber?“
Er sagte: „Gegenüber Allah, Seinem Buch, Seinem Gesandten, den Führern und der breiten Masse der Muslime.“ (Mu)
Dscharīr Ihn Abdullāh al-Badschāllī (ra) berichtete:
„Ich schwor dem Gesandten Allahs (sas) Gehorsam und Treue zu leisten, und der Gesandte Allahs (sas) fügte hinzu: „Soweit du es vermagst.“
Und er befahl mir noch hinzu, jedem Muslim den aufrichtigen Rat zu geben.“ (Bu, Mu)
4.70 Aufstand
Auf ibn Mālik al-Aschdscha’ī (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) folgen-des sagte:
„Die besten eurer Führer sind diejenigen, die ihr liebt und die euch lieben, und für die ihr betet und die für euch beten. Und die schlechtesten eurer Führer sind diejenigen, die ihr hasst und die euch hassen, und die ihr verflucht und die euch verfluchen.“
Daraufhin sagten wir: „O Gesandter Allahs, sollen wir uns ihnen nicht in die-sem Falle widersetzen?“
Er antwortete: „Nein! Nicht solange sie mit euch das Gebet verrichten! Nein! Nicht solange sie mit euch das Gebet verrichten! Fürwahr, wer von einem an-deren regiert wird und sieht, dass dieser sich gegen Allah versündigt, so soll er diese Sünde gegen Allah hassen, er darf jedoch nicht den Gehorsam verwei-gern.“ (Mu)
4.71 Augenstechen
As-Sā’idī (ra) berichtete:
Ein Mann guckte durch ein Loch in der Tür des Gesandten Allahs (sas) als er (der Gesandte Allahs) gerade einen spitzen Gegenstand in der Hand hatte, mit dem er seinen Kopf kratzte.
Als der Gesandte Allahs (sas) ihn sah, sagte er zu ihm: „Wenn ich gewusst hät-te, dass du mich beobachtest, hätte ich dein Auge damit gestochen!“
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Der Gesandte Allahs (sas) fuhr dann fort: „Die Erlaubnis26 um Einlass wurde aus keinem anderen Grund zur Pflicht gemacht als wegen des Einblicks (in die Privatsphäre eines Wohnbereichs).“ (Bu)
4.72 Augenverletzung
Abū Huraira (ra) berichtete: Abū al-Qāsim (sas) sagte:
„Wenn jemand bei dir (in deine Wohnung) ohne deine Erlaubnis guckt, und du auf ihn einen Stein wirfst und damit sein Auge ausschlägst, machst du dich deswegen nicht strafbar.“ (Bu)
4.73 Ausdauer
Abū Bakr ibn Abdurrahmān (ra) berichtete:
„Ich habe den Gesandten Allahs (sas) gesehen, als er fastete und wegen der großen Hitze und dem starken Durst Wasser auf sein Haupt goss.“ (Da, Mal)
4.74 Ausgeben
Abū Huraira (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte: Allah sprach:
„Gib aus, du Sohn Adams; dann sorge Ich für dich weiter!“ (Bu)
4.75 Ausgewogenheit
Abdullāh ibn Amr (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte zu mir:
„Mir wurde berichtet, dass du in (dem größten Teil) der Nacht betest und tagsüber fastest.“
Ich sagte: „Es ist wahr, o Gesandter Allahs!“
Der Gesandte Allahs sagte: „Du sollst (an einem Tag) fasten und (an dem an-deren) essen, beten und schlafen; denn dein Körper hat dir gegenüber Recht (auf Ruhe), und deine Frau hat dir gegenüber Recht (auf eheliche Bindung), und auch dein Gast hat dir gegenüber Anspruch (auf das Gastrecht). Es ge-nügt dir, wenn du in jedem Monat drei Tage fastest.“
Ich bestand auf mehr als das, und er nannte mir etwas mehr. Ich sagte zu ihm: „O Gesandter Allahs, ich habe Kraft!“
Er sagte: „Dann faste in jeder Woche drei Tage!“ Ich bestand auf mehr als das, und er nannte mir etwas mehr. Ich sagte: „O Gesandter Allahs, ich habe noch mehr Kraft!“
26 Vgl. Qur’ān, 24:27.
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Er sagte: „Dann faste wie Dāwūd (David), der Prophet Allahs, gefastet hat, aber überschreite dieses Fasten nicht!“
Ich sagte: „O Gesandter Allahs, und wie hat Dāwūd (sas) gefastet?“
Er erwiderte: „Er hat wechselweise an einem Tage gefastet und an dem ande-ren Tage nicht gefastet.“ (Bu, Da, Ha)
4.76 Auslachen
Abdullāh ibn Zam’a (ra) berichtete:
Der Prophet (sas) verbot, dass einer den anderen deshalb auslacht, weil dieser etwas von sich abließ.
Er sagte auch: „Wie kommt das, dass der eine von euch seine Frau wie einen Ochsen schlägt, alsdann sie danach vielleicht umarmt?“ (Bu)
4.77 Ausrüstung
Zaid ibn Khālid (ra) berichtete, dass der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wer einen Kämpfer auf dem Weg Allahs ausgerüstet hat, der hat (mit ihm) gekämpft, und wer die Interessen eines Kämpfers auf dem Weg Allahs im gu-ten Sinne wahrgenommen hat, der hat (mit ihm) gekämpft.“ (Bu)
4.78 Äußerlichkeit
Sahl berichtete:
Ein Mann ging an dem Gesandten Allahs (sas) vorbei.
Der Prophet fragte die Anwesenden: „Was haltet ihr von diesem Mann?“
Die Leute sagten: „Er ist eher der Mann, dem - wenn er um die Hand einer Frau bittet - die Frau zur Ehe gegeben wird, und wenn er für jemanden spricht, von ihm die Fürsprache angenommen wird, und wenn er spricht, wird man ihm gern zuhören!“
Der Prophet schwieg, bis ein Mann von den armen Muslimen vorbeiging. Der Prophet fragte: „Was haltet ihr von diesem Mann?“
Die Leute sagten: „Er ist eher der Mann, dem - wenn er um die Hand einer Frau bittet - die Frau zur Ehe nicht gegeben wird, und wenn er für jemanden spricht, von ihm die Fürsprache nicht angenommen wird, und wenn er spricht, dem wird man nicht gern zuhören!“
Da sagte der Gesandte Allahs (sas) zu den Leuten: „Dieser (letzte) wäre besser als die ganze Erde, wenn sie von Männern in der Art des (ersten) Mannes voll wäre.“ (Bu)
91
4.79 Auswanderung
Abū Mūsa (ra) sagte:
Einige Leute sagten: „O Gesandter Allahs! Wer lebt den Islam am besten?“
Er antwortete: „Derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind.“ (Bu)
Hārith al-Asch’arī (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Ich befehle euch fünf Dinge: ständig in der Gemeinschaft zu bleiben, Gehor-sam und Folgsamkeit gegenüber dem Führer, die Auswanderung und die An-strengung auf dem Wege Allahs; denn wahrlich, wer sich auch nur eine Hand-spanne von der Gemeinschaft der Muslime entfernt, der hat sich vom Bund des Islam losgelöst, es sei denn, er kehrt wieder in die Gemeinschaft zurück. Und derjenige, der die Muslime dazu auffordert, einem (dem Islam wider-rechtlichen) Brauch der Unwissenheit (der vorislamischen Zeit) zu folgen, der wird ins Höllenfeuer eingehen, auch wenn er gefastet und gebetet hat, und behauptet, dass er ein Muslim sei.“ (Ha, Ti)
4.80 Ausweg
Abū Huraira (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wer einem Gläubigen eine Bedrängnis von den Bedrängnissen dieser Welt nimmt, dem nimmt Allah eine Bedrängnis von den Bedrängnissen des Tages der Auferstehung. Und wer einem Bedrängten einen Ausweg verschafft, dem verschafft Allah den Ausweg im Diesseits und im Jenseits. Und wer einen Muslim schützt, den schützt Allah im Diesseits und im Jenseits; und Allah hilft Seinem Diener, so lange Sein Diener seinem Bruder hilft. Und wer einen Weg einschlägt, um Wissen zu erlangen, dem erleichtert Allah den Weg ins Paradies.“ (Mu)
Ibn Abbās (ra) berichtete: Der Gesandte Allahs (sas) sagte:
„Wer stets Allah um Vergebung bittet, dem zeigt Allah bei jeder Bedrängnis einen Ausweg auf, erspart ihm jegliche Sorge und beschert ihm Versorgung in der Weise, von der er nie gewusst und mit der er nie gerechnet hat.“ (Da, Ma)





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